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Wie Sie richtig Stopkurse setzen

Author: Alexander Fischer

Wo sind wir in der letzten Woche stehen geblieben? Stimmt, Sie wollen sicherlich noch wissen, mit welcher Strategie Sie Ihre Verkaufsorder im System abändern sollen. Na dann, lesen Sie selbst.


Was passiert wenn der Aktienkurs steigt?
Bei steigendem Aktienkurs sind Sie gefragt. Alles läuft scheinbar wie geplant. Sie kaufen eine Aktie und der Aktienkurs steigt. Sie müssen Ihre Stop-Loss Order immer wieder anpassen. Aber keine Angst, Sie müssen nun nicht mehrmals am Tag den Aktienkurs prüfen. Nutzen Sie dafür Ihren persönlichen Finanztag. Wie ich Ihnen bereits geschrieben habe, sollte Ihr Finanztag am besten an einem Wochenende sein. Da hat die Börse geschlossen und Sie können sich in aller Ruhe Ihren Finanzen widmen. Mein Finanztag ist immer am ersten Sonntag eines Monats. Ich überprüfe dann zuerst den neuen Aktienkurs. Angenommen dieser beträgt 105,- Euro. Wenn ich davon meinen Risikopuffer von 10% abziehe, erhalte ich meinen neuen Verkaufspreis. In diesem Fall sind es 94,50 Euro. Genau auf diesen Betrag ändere ich meinen alten Stopkurs im System ab und lasse diesen bis zu meinem nächsten Finanztag stehen. Die 94,50 Euro sind ab sofort mein neuer ultimativer Verkaufspreis. Darunter werde ich nie wieder gehen. Egal was an der Börse passiert. Auch wenn der Aktienkurs auf 95,- Euro runter geht. Meine Position wird erst automatisch bei 94,50 verkauft. Allerdings hätte sich dadurch mein Verlust, im Vergleich zur ursprünglichen Verkaufsorder weiter reduziert. Damals hätte ich nur 90,- Euro pro Aktie erhalten. Wenn die Aktie weiter steigt erhöhe ich wieder meinen Verkaufsauftrag. Das mache ich so lange, bis die Aktie irgendwann automatisch verkauft wurde. Mir persönlich ist es egal, was während des Monats mit dem Aktienkurs passiert. Da kann es Höhen und Tiefen geben, entscheidend für meine Anpassung ist nur mein persönlicher Stichtag. Ich möchte mich nicht von den täglichen Schwankungen an der Börse beeinflussen lassen und sehe meine Investments eher langfristig. Ziel ist es ja die Aktie so lang wie möglich und mit viel Gewinn im Depot zu halten.


Gewinne ausbauen und absichern
Sollte ich mit meinem Risikopuffer einen Gewinn von 5% erzielen, ändere ich meine Strategie etwas. Jetzt möchte ich mir einen höheren Gewinn sichern. Wie sieht das in meinem Beispiel aus? Der Gewinn von 5% entspricht bei einem Kaufpreis von 100,- Euro einem Aktienkurs von 105,- Euro. Sobald meine Stop-Loss Order den Wert von 105,- Euro erreicht hat, halbiere ich meinen Risikopuffer von 10% auf nur noch 5%. Erreicht wäre das bei einem Aktienkurs von 117,- Euro. Abzüglich meines 10% Risikopuffers müsste der neue Verkaufsauftrag auf 105,30 Euro abgeändert werden. Da ich nun bereits in der Gewinnzone bin, kann ich meinen Risikopuffer verringern. Nun reichen mir 5% Abschlag zur Ermittlung der Verkaufsorder. Die neue Stop-Loss Order setze ich daher mit 111,15 Euro fest. Dadurch erziele ich bei einem automatischen Verkauf mindestens einen Gewinn von 11%. Sollte der Aktienkurs weiter steigen, kann ich nur noch weitere Gewinne einfahren und praktisch keinen Verlust mehr machen.

Ich empfehle Ihnen konsequent sämtliche Aktien- und Fondspositionen mit Stopkursen abzusichern. Egal was an der Börse passiert, werden Sie nicht schwach und setzen Sie die Verkaufsorder nicht unter den vorgegebenen Wert. Bis auf sehr geringe Verluste, kann Ihnen nichts passieren! Erst wenn Sie die Regeln selbst brechen kann es passieren, dass div. Positionen deutlich an Wert verlieren und es kaum noch Sinn macht diese zu verkaufen. Erst dann würden Sie riesige Verluste erzielen.

Sobald ein Verkaufsauftrag ausgelöst und die Position verkauft wurde, landet der erzielte Geldbetrag wieder auf dem Tagesgeldkonto. Ihre Vermögenstabelle gibt Ihnen wieder Auskunft darüber, in welche Geldanlage Sie investieren müssen damit Ihr Depot ausgeglichen bleibt. Das Spiel beginnt wieder von vorn.

Ihr

Alexander Fischer

In den Simulationen der letzten Artikelserie habe ich geschrieben das diverse Aktien- und Fondspositionen automatisch verkauft wurden und die Erlöse dem Tagesgeldkonto zugeflossen sind. Ganz so automatisch wie es wie es den Anschein hat, ist es allerdings nicht. Wenn es so wäre, würde ja niemand an der Börse Geld verlieren. Damit dies funktioniert müssen Sie selbst entsprechende Vorbereitungen treffen. Ich möchte Ihnen heute erläutern wie ich meine eigenen Aktien und Fonds durch automatische Stopps absichere.

Beginnen möchte ich mit meiner Beobachtungsliste. Hier trage ich sämtliche Wertpapiere ein von denen ich interessante Artikel gelesen habe oder wenn sie von jemandem empfohlen wurden. Nachdem ein Wert in meine Liste aufgenommen wurde, kann ich ihn über einen längeren Zeitraum beobachten und sehen wie er sich entwickelt. Durch weitere Berichterstattungen kann ich mir mit der Zeit ein besseres Bild machen. Entweder ist die Aktie oder der Fonds dann immer noch interessant genug um in meiner Liste zu verbleiben oder er fliegt umgehend wieder raus.


Wenn laut meiner Vermögenstabelle der Zeitpunkt für neue Investitionen gekommen ist, weiß ich meistens schon genau in welchen Wert ich aus meiner Beobachtungsliste als nächstes investieren möchte. Für das heutige Beispiel habe ich mich für den Kauf der Aktie des Unternehmens Reich AG entschieden. Im aktuellen Börsenhandel konnte ich 100 Stück zum Preis von 100,- Euro erwerben. Der Gesamtwert des Kaufes beträgt somit 10.000,- Euro. Sobald die Aktie in meinem Depot verbucht wurde, gebe ich sofort wieder einen neuen Auftrag ins System ein. Allerdings keinen direkten Verkaufsauftrag sondern eine Stop-Loss Order. Diese bewirkt, dass der Auftrag zwar dauerhaft im System steht, allerdings erst ausgeführt wird, wenn mein vorgegebener Wert den Auftrag auslöst. Als Stopkurs habe ich 90,- Euro angegeben. Das sind 10% unter meinem Kaufpreis. Denn bei Aktien und Fonds beträgt mein persönlicher Risikopuffer immer 10%. Da niemand die Entwicklung an den Märkten vorhersehen kann und auch ich nicht immer auf dem günstigsten Niveau in einen Wert einsteige, habe ich für mich diesen Risikoschutz gewählt. Was ist das schlimmste was mir nun passieren kann? Die Aktie kann an Wert verlieren und wird bei 90,- Euro automatisch verkauft. Das ist zwar schade, aber zumindest behalte ich die Aktie dann nicht bis sie bei 80,- Euro oder 70,- Euro oder sogar noch viel niedriger steht. Dann wäre sie fast schon eine Depotleiche. Denn bis diese wieder in die Gewinnzone kommt, können Jahre vergehen.

Was passiert wenn der Aktienkurs fällt?
Der niedrigste Verkaufspreis für die Aktie beträgt seit Beginn 90,- Euro. Der Verkaufsauftrag steht bombenfest in meinem Depot. Egal was nun an der Börse passiert, ich werde den Auftrag NIE unter die 90,- Euro abändern. Mein Verkaufserlös beträgt somit immer noch 9.000,- Euro. Ein kleiner Verlust, aber immer noch besser als ein Totalausfall. Ein Versuch war es wert.

Was passiert wenn der Aktienkurs stagniert und sich kaum verändert?
Über einen längeren Zeitraum gesehen ist dies überhaupt nicht schlimm und kann sogar ein Vorteil sein. Der Markt weiß scheinbar nicht in welche Richtung er gehen soll. Kommende Unternehmensnachrichten werden daher sehr interessant sein. Da niemand weiß wann diese kommen und wie sie aussehen werden, ist es schwierig die Entwicklung der Aktie vorherzusehen. Im Moment hat die Aktie weder Verlust noch Gewinn gebracht. Nutzen Sie diese Zeit evtl. dazu um weitere Positionen zukaufen. Dies können Sie machen wenn Sie weiteren Investitionsbedarf laut Ihrer Vermögenstabelle haben und wenn Sie persönlich immer noch voll von der Aktie bzw. dem Unternehmen überzeugt sind.

Am interessantesten wird die ganze Sache aber erst, wenn der Aktienkurs steigt. Dann müssen Sie handeln. Mit wenigen kleinen Schritten werden Sie sich immer mehr Gewinne sichern. Ich werde daher den Artikel jetzt noch fertig schreiben damit Sie ihn in der kommenden Woche zu Ende lesen können.

Ihr

Alexander Fischer


Die ersten Blogleser haben sich bereits die Vermögenstabellen im Download-Bereich heruntergeladen. Vielen Dank für Ihr Vertrauen und ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim privaten Vermögensaufbau. Ich stehe Ihnen gern für Ihre Fragen jederzeit per E-Mail zur Verfügung.


Für alle diejenigen unter Ihnen, die sich noch nicht ganz entschieden haben wie Sie Ihre eigene Vermögensübersicht strukturieren sollen, habe ich heute einen interessanten Artikel im Netz gefunden. Beim Finanzportal Handelsblatt geben Ihnen neun Vermögensverwalter Auskunft darüber, wie Sie ein Depot prozentual strukturieren würden. Dabei unterscheiden Sie jeweils zwischen drei verschiedenen Anlagestrategien.

- Konservative Anleger – max. Verlustschwelle 10 Prozent
- Ausgewogene Anleger – max. Verlustschwelle 20 Prozent
- Chancenorientierte Anleger – max. Verlustschwelle 30 Prozent

Zudem geben Sie interessante Informationen zu einzelnen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Edelmetallen.

Unter dem jeweiligen Foto des Vermögensverwalters kommen Sie mit dem Button WEITER zur empfohlenen Struktur.


Hier gehts direkt zum Artikel.

Nutzen Sie jetzt Ihre Chance und starten Sie mit Ihrer eigenen Vermögensstruktur.
Viel Erfolg beim Aufbau.

Ihr

Alexander Fischer

Artikel 6 von 8 der Artikelserie: Verwenden Sie eine eigene Vermögenstabelle

Beim letzten Mal habe ich Ihnen eine Simulation gezeigt, wie sich Ihr Depot bei einem Aktienboom verhält. Nach einem Boom kommt immer eine Erholungsphase. Oft eine deutliche die dann auch Crash oder auch Finanzkrise genannt wird. Zum Vergleich möchte ich Ihnen heute eine entsprechende Simulation zeigen. Wie verhält sich ein Vermögensdepot in diesen Marktphasen? Kann Ihnen die Vermögensübersicht auch dabei helfen? Aber ja doch. Zumindest werden Sie bessere Entscheidungen treffen als bisher, wo Sie sicherlich oft gar nicht wussten was richtig ist und was nicht. Panisch verkaufen viele Ihre Fonds, Aktien und alles was Sie noch im Depot haben und legen es auf ein Sparbuch oder ein isländisches Tagesgeldkonto. In der Hoffnung den Sturm am Finanzmarkt zu überstehen. Erst mit dieser Übersicht, wissen Sie was zu tun ist. In jeder Situation.

Die heutige Simulation beginnt genau an der Stelle bei der ich im letzten Artikel aufgehört habe. Welche Auswirkungen hat eine Finanzkrise auf das Musterdepot? Können Sie monatlich noch so viel sparen wie bisher? Alles gerät in Mitleidenschaft, der Arbeitsmarkt, der Finanzmarkt, die steuerliche Seite und auch Ihre private Situation wird das zu spüren bekommen. Viel wichtiger ist aber, dass Sie Ihre Finanzen sicher durch diese Situation bekommen. Ohne einen Schiffbruch zu erleiden.

Gehen Sie davon aus, dass Sie in diesen Zeiten weniger bis gar nicht sparen können. Die Aktienkurse brechen nach und nach weg. Die Mehrheit der Großanleger rettet sein Geld in Sachwerte. Rohstoffe, Immobilien, Unternehmens-Fusionen. Die kleinen Marktteilnehmer (Kleinanleger) wollen aus Angst nur Ihr Geld in Sicherheit bringen und legen es aufs Tagesgeldkonto, aufs Sparbuch oder unters Kopfkissen. Beobachten Sie nun die Simulation. Wie entwickelt sich das Musterdepot?

Wie ist des dem Musterdepot während der Finanzkrise ergangen? Das wichtigste was festzustellen ist: Ohne das neu investiert und obwohl nur sehr wenig (ein paar Hundert Euro) gespart wurde, hat sich der Wert des Musterdepots um gute 4.500,- Euro erhöht. Gar nicht mal so schlecht. Was fällt noch auf? Aufgrund der vielen Investoren am Markt die Ihr Geld nun in sichere Rohstoffe retten wollten, hat sich der Wert der Gold- und Silberpositionen nahezu verdoppelt. Leider sind so gut wie kaum noch Aktien und Fonds im Depot. Nahezu alle Positionen wurden in den letzten Wochen und Monaten ausgestoppt und verkauft. Teilweise mit Verlust und teilweise mit Gewinn. Nun müssen Sie wieder dafür sorgen, dass das Musterdepot ausgeglichen wird.


Wie würde ich nun vorgehen?
Es steht ausreichend Bargeld zur Verfügung. Zuerst allerdings werde ich Schritt für Schritt ein Großteil der Metallpositionen auflösen und sie zu Geld machen. Das werde ich brauchen um wieder in neue Aktien und Fonds zu investieren. Diese sind ja mittlerweile sehr günstig zu bekommen. Ich verkaufe daher nach und nach Gold und Silber im Gesamtwert von 10.000,- Euro. Nicht alles auf einmal, immer nur Teile im Wert von 1.000,- bis 2.000,- Euro. Mit den Erlösen der Metallverkäufe und dem zur Verfügung stehenden Bargeld fange ich wieder langsam an in Fonds und Aktien zu investieren. Ich baue somit erste Teilpositionen auf. Denn niemand weiß ob der Markt schon am Boden ist oder ob er noch weiter runter geht. Wenn er am Boden ist, dann habe ich sehr günstig gekauft und wenn er noch weiter runter geht, kauf ich immer wieder nach und verbillige bereits bestehende Positionen. Für Geld und Geldnachschub ist gesorgt, da ich die Metalle nur langsam verkaufe und ein gut gefülltes Bargelddepot was ja regelmäßig weiter bespart wird. Am Ende habe ich mit dem Bargeld und mit dem Verkauf der Metalle ca. 19.000,- Euro in Aktien und Fonds umgeschichtet. Sobald der Aktienmarkt wieder normal läuft bin ich perfekt aufgestellt und werde erneut die Früchte meiner Investitionen ernten können. Die Schwankungen der Märkte während dieser neuen Investitionszeit habe ich hier im Beispiel nicht berücksichtigt, da es nur darum geht Ihnen die allgemeine Situation zu veranschaulichen. Der neue Stand des Musterdepots sieht wie folgt aus.

Am Ende der Zeile Bargeld steht kein grüner Wert. Das bedeutet es gibt kein weiteres Geld zum investieren. Hier müssen Sie nun vorerst wieder fleißig Geld sparen oder warten bis einige Geldanlagen automatisch aufgelöst werden (Aktienverkäufe, Auszahlung von Anleihen und Festgeld, usw.) und ins Tagesgeldkonto fließen. Je nachdem wie schnell sich der Aktienmarkt erholt, sollten weitere zur Verfügung stehende Gelder zuerst in Anleihe-Positionen gesteckt werden. Die Aktien-Positionen haben zwar im Depot bereits einen hohen Wert eingenommen, wurden aber dafür über einen längeren Zeitraum sehr günstige erworben. Durch die Teilkäufe wurden entweder günstige Mischkurse erzielt oder der Aktienmarkt hat den Tiefpunkt bereits erlebt und es kann wieder aufwärts gehen. Wie auch immer, das Depot ist gut aufgestellt.

In der nächsten Woche geht es ans Eingemachte. Ich stelle Ihnen die Datei mit der Tabelle im Download-Bereich zur Verfügung. Ich würde mich freuen, wenn Sie weiterhin bei Reich-mit-Plan.de lesen und mir auch Ihre Meinungen, Kommentare, Fragen und Anregungen schreiben.

Ihr

Alexander Fischer


Artikel 5 von 8 der Artikelserie: Verwenden Sie eine eigene Vermögenstabelle

Wie bereits versprochen möchte ich Ihnen heute eine weitere Simulation der Vermögenstabelle zeigen. Anhand solcher Beispielsimulationen ist es für Sie einfacher zu sehen, wie Sie die Tabelle für sich selbst nutzen können. Erst wenn Sie die Funktionsweise verstehen, werden Sie die Übersicht auch für Ihre privaten Finanzen nutzen und den Entscheidungen für weitere Investitionen vertrauen.

Im letzten Artikel dieser Artikelserie habe ich Ihnen ein Beispiel gezeigt, wie sich die Ergebnisse der Tabelle verändern, wenn Sie regelmäßig das Bargeld-Depot (Ihr Tagesgeldkonto) füllen und welche Investitionsentscheidungen sich daraus ergeben. Im Beispiel heute geht es darum, wie sich stark steigende Aktien- und Fondswerte Ihres Depots auf die Ergebnisse der Vermögenstabelle auswirken.

Die Simulation zeigt Ihnen folgenden Verlauf. Wie gewohnt wird weiter regelmäßig in das Tagesgeldkonto eingezahlt. Dadurch steigt der Guthabenanteil. Gleichzeitig geht es am Aktienmarkt rund. Ein regelrechter Boom ist am laufen und Aktien und Fonds steigen in immer neue Höhen. Daraus resultiert allerdings, das Gold und Silber weniger nachgefragt wird und auch die Anleihen im Depot etwas an Wert verlieren (allerdings nur wenn Sie aktuell verkauft würden). Diverse Depotwerte sinken teilweise stark und andere nur langsam. Alle Aktienpositionen steigen unaufhörlich. Schauen Sie wie sich die Ergebnisse in der Tabelle verändern. Im Anschluss werde ich wieder auf einzelne Details eingehen.

Betrachten Sie nun das letzte Bild in der Simulation. Was hat sich in den letzten Wochen und Monaten getan? Monatlich wurde wie geplant das Geld weiter angespart. Der Punkt Rohstoffe ist wie prognostiziert deutlich weniger Wert im Depot. Die Preise dafür haben sich sozusagen halbiert. Auch die Anleihen, die zwar eine gewisse Laufzeit haben, sind Stand heute (bei einem evtl. Verkauf) weniger Wert. Wenn der Aktienmarkt brummt, ist der Anleihemarkt oft wenig interessant. Jeder will beim Aktien-Boom dabei sein und spielt an der Börse mit dem max. zur Verfügung stehenden Geld. Kurz vor dem Ende der Simulation steht das Aktiendepot bei 17.000,- Euro und das obwohl überhaupt keine neuen Werte dazu gekauft wurden. Nur durch den Anstieg der Aktienkurse ist das hohe Plus zustande gekommen. Im letzten Bild beträgt der Wert dann nur noch 12.000,- Euro. Aber keine Angst. Es wurden nur einige Aktien-Positionen gewinnbringend verkauft und der Erlös von 5.000,- Euro wurde dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben. Mit der letzten Besparung von 1.000,- Euro sind dadurch allein im letzten Bild ganze 6.000,- Euro hinzugekommen.

Auch wenn das Musterdepot einen Wert von nur knapp 30.000,- Euro aufweist, muss es nach dieser aufregenden Zeit wieder angepasst werden um das gewünschte Gleichgewicht beizubehalten.


An meinem Finanztag würde ich nun wie folgt investieren:
Im Bargelddepot stehen für Umschichtungen ca. 12.000,- Euro zur Verfügung. Augenscheinlich liegt der Metallmarkt am Boden. Die Masse am Finanzmarkt interessiert sich im Moment nicht dafür, in Metalle investieren zu wollen. Aufgrund der günstigen Preise und weil das Depot ausgeglichen werden muss, beginne ich nun damit nach und nach das Defizit wieder auszugleichen. Über einen Zeitraum von drei bis fünf Monaten kaufe ich für insgesamt 8.000,- Euro Goldbarren, Silbermünzen und andere Rohstoff-Anlagen. Sicherlich sind 8.000,- Euro mehr als ich eigentlich investieren sollte, aber ich nutze die Gunst der Stunde und lege mir Metall-Werte ins Depot die nur jetzt so günstig sind. Sozusagen als Vorrat. Übrig bleiben noch etwa 4.000,- Euro die ich auf die beiden Anleihepositionen verteile. Dadurch sind diese beiden Positionen im Musterdepot wieder gut ausgeglichen. Am Aktienmarkt werde ich im Moment nichts kaufen, da dort ein Crash oder zumindest eine deutliche Erholung zu erwarten ist. Sämtliche Positionen in der Rubrik Aktien sind durch Stop-Kurse abgesichert und werden automatisch bei erreichen der Sicherheitsmarke verkauft. Wie ich das mit einem einfachen System jederzeit anpasse, erkläre ich Ihnen in kommenden Artikeln. Die neue Grafik nach den Umschichtungen sieht wie folgt aus.

Gut zusehen ist hier, dass bei der Aktien-Position deutlich zu wenig investiert wurde. Aber kann man, aufgrund der derzeitigen Marktsituation, aussitzen. In den anderen Positionen der Vermögensübersicht sieht die Verteilung dagegen gut aus. Bei der Metall-Position wurde sogar ein grüner Wert erreicht. Der Geldbetrag zeigt an, wie viel von der Position verkauft werden könnte um es in andere Bereiche zu investieren. Dazu gibt es aber im Moment keinen Anlass, da Rohstoffe momentan auf einem günstigen Einstiegsniveau stehen und sich im Prinzip nur nach oben bewegen können. Auch Aktien müssen erst wieder günstiger werden, damit wieder erste Positionen aufgebaut können. Wann das genau sein wird, zeige ich Ihnen bei der Fortführung der Tabelle in einem der kommenden Artikel.

Wenn Sie Fragen zu den Themen in meinen Artikeln haben, dann bitte ich Sie mir direkt per E-Mail oder Kommentar zu schreiben. Ich helfe Ihnen gern Ihre Finanzen zu strukturieren.

Ihr

Alexander Fischer


Artikel 4 von 8 der Artikelserie: Verwenden Sie eine eigene Vermögenstabelle

Anschließen möchte ich heute an die Beispielsimulation aus dem letzten Artikel. Den Rechner den ich Ihnen vorgestellt habe, hat als Ergebnis einen Investitionsbetrag von 8.100,- Euro ermittelt. Diese 8.100,- Euro müssen nun sinnvoll auf andere Anlageklassen verteilt werden. Heute zeige ich Ihnen, wie ich persönlich dabei vorgehen würde und wie sich die Beispielgrafik dadurch verändert.

Hier noch die Abschlussgrafik aus dem letzten Artikel.

Ich würde nun wie folgt investieren:
Das das Thema Gold und Silber aktuell sehr interessant ist, kaufe ich mir zwei Ein-Kilo-Barren Silber. Kostenpunkt ca. 800,- Euro. (Zeitpunkt bei Artikelschreibung)
Dazu noch eine Goldunze in Münzform. Kostenpunkt derzeit 800,- Euro.
2.000,- Euro würde ich in einen Aktienfonds investieren.
Und jeweils 1.000,- Euro in zwei einzelne Aktien.
In Anleihen würde ich aufgrund des geringen Investitionsbedarfs momentan nicht investieren.
Gesamtinvestition: 5.600,- Euro. Das restliche Geld lass ich weiter auf dem Tagesgeldkonto liegen und investiere es zu einem späteren Zeitpunkt.

Wenn ich nun die Tabelle mit meinen getätigten Investitionen aktualisiere, erhalte ich folgende neue Übersicht.

Zum Vergleich, vor sowie nach der Umschichtung beträgt der Gesamtwert des Musterdepots 19.000,- Euro. Ein Großteil des verfügbaren Guthabens wurde auf unterschiedliche Geldanlagen verteilt. Das immer noch etwas höhere Guthaben verbleibt im Bargelddepot um es beim nächsten Mal mit neu gespartem Geld zu investieren.

Nach und nach investieren Sie dadurch immer wieder in sämtliche Anlageformen. Bei guten Gelegenheiten können Sie auch über einen Sollwert hinaus investieren. Mit der Zeit, durch weitere monatliche Einzahlung und durch die Schwankungen der einzelnen Anlageformen gleicht sich das wieder aus. Der Grundsatz lautet: Halten Sie ein gewisses Gleichgewicht in Ihren Finanzen.

Für heute soll es das gewesen sein. Schauen Sie sich die Simulation aus dem letzten Artikel noch mal genau an. Es ist sehr einfach und für jeden nachvollziehbar. Jeder von Ihnen kann seine Finanzen selbst verwalten. Sie müssen nur anfangen Geld zusparen. Jeder Euro zählt. Monat für Monat füllt sich Ihr Depot, welches dann vollautomatisch verwaltet wird.


In kommenden Artikeln möchte ich Ihnen weitere interessante Simulationen zeigen und Ihnen natürlich diese Tabelle auch im Download-Bereich zur Verfügung stellen. Erst wenn Sie selbst diese Tabelle nutzen, macht Geld anlegen und verwalten erst richtigen Spaß. Sollten Sie bis kommende Woche Fragen haben, dann schreiben Sie mir bitte.

Ihr

Alexander Fischer

Zuletzt haben ich Ihnen die Tabellenspalten Ihrer Vermögenstabelle beschrieben, die Sie selbst befüllen müssen. Heute schreibe ich Ihnen, was die Tabelle alles anzeigt und wie Sie funktioniert. Die restlichen Spalten werden daher näher betrachtet, denn sie liefern Ihnen in Zukunft wichtige Ergebnisse und Vorschläge für Ihre Finanzen.

Beginnen möchte ich mit der Spalte neben dem SOLL-Wert. Der IST-Spalte. Sie zeigt bereits erste Ergebnisse an. Die Tabelle rechnet anhand Ihrer eingegebenen Werte immer den aktuellen, also tatsächlichen, Prozentwert jeder einzelnen Geldanlage aus. Farblich wird Ihnen angezeigt ob der Wert größer oder kleiner ist, als der vorgegebene SOLL-Wert. Sie sehen somit in welcher Anlageform Sie momentan zu viel Geld investiert haben und in welche Anlageform Sie verfügbares Geld investieren könnten. Es wird Ihnen nur der reine Prozentwert angezeigt. Sozusagen als erste Orientierung für eine Ungleichverteilung. Die letzte Spalte nennt sich Verfügbar. Im Moment ist diese leer, da unser Musterdepot optimal aufgeteilt ist. Sollte dies aber nicht der Fall sein, steht dort der genaue Betrag in Euro der entweder investiert werden sollte oder der bereits in dieser Anlageklasse zuviel investiert wurde. Auch hier sind die Werte farblich unterschiedlich markiert.

Damit Sie nun ein Gefühl dafür bekommen, wie sich die Ergebnisse der Tabelle verändern, möchte ich Ihnen eine Beispielsimulation zeigen.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor:
Die nun folgende Simulation soll Ihnen zeigen was passiert, wenn Sie Monat für Monat in Ihr Tagesgeldkonto kleine oder auch mal größere Beträge einzahlen. Mit der Zeit steigt Ihr Guthaben immer mehr an. Da sich die Simulation im Moment nur um das Bargeld dreht, gehe ich davon aus, dass die restlichen Werte im Musterdepot sich nicht verändern. Schauen Sie sich die Zahlen gut an. Begonnen wurde mit einem Guthaben von 1.000,- Euro welches über einen beliebigen Zeitraum auf bis zu 10.000,- Euro ansteigt. Was geschieht währenddessen mit den anderen Werten in Ihrem Depot?

Der IST-Wert sinkt bei allen anderen Anlageformen nach und nach immer mehr in den roten Bereich. Das bedeutet Sie haben gemessen am vorgegebenen SOLL-Wert zu wenig in die einzelnen Produkte investiert. Das Guthabenpolster beträgt mittlerweile ganze 53% des Gesamtvermögens. Der SOLL-Wert beträgt aber nur 10%. Somit haben Sie in dieser Gruppe 43% zuviel angesammelt. Das ist sehr gut. Nun müssen Sie es nur noch richtig verteilen. In der Spalte Verfügbar sehen Sie einen grün markierten Geldbetrag. Das ist der Betrag der über den 10% Ihres SOLL-Wertes liegt. In diesem Fall verfügen Sie über 8.100,- die Sie in andere Anlageklassen umschichten müssen bzw. sollten. Unter den 8.100,- Euro sehen Sie die genauen Beträge die Sie in anderen Anlageklassen investieren können. In diesem Beispiel können Sie für 1.800,- Euro Metalle kaufen. Auch die beiden Anleihe-Kategorien könnten mit jeweils 900,- Euro bedient werden. Allein 4.500,- Euro sollten Sie in Aktien und Fonds investieren.

Das bedeutet nun aber nicht, dass Sie sich beeilen müssen. Der Rechner zeigt Ihnen nur Möglichkeiten zum investieren auf. Versuchen Sie mit der Zeit immer ein Gleichgewicht in Ihre Vermögensstruktur zu bekommen. Investieren Sie immer erst dann in einzelne Positionen, wenn genügend Geld zur Verfügung steht und eine Investition auch sinnvoll ist. Verschieben Sie weitere Investitionen auf einen späteren Zeitpunkt. Wie ich das Geld aus dieser Animation verteilen würde, schreibe ich Ihnen im nächsten Teil dieser Artikelserie. Bis dahin.

Ihr

Alexander Fischer

Artikel 3 von 8 der Artikelserie: Verwenden Sie eine eigene Vermögenstabelle

Heute vervollständige ich die Übersicht vom letzten Mal. Es ging darum ähnliche Finanzprodukte in Kategorien zusammenzufügen. Das ist sehr wichtig um das Risiko in Ihrem Depot gleichmäßig zu verteilen. Das Ziel ist ja, dass Sie das Risiko Ihrer Geldanlage so gut es geht minimieren um eine maximale Rendite aus Ihrem Vermögen zu ziehen.

Hier nun die bereits bekannte Übersicht:
Bargeld: Tagesgeld, Festgeld, zuteilungsreife Bausparverträge, Geldmarktfonds, Sparbuch
Metalle: Barren und Münzen in Silber und Gold
Staatsanleihen: alle Staatsanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten (max. 5 Jahre Laufzeit)
Unternehmensanleihen: alle Unternehmens- und Wandelanleihen (max. 5 Jahre Laufzeit)
Aktien: Einzelwerte, Aktienfonds, Immobilienfonds

Das Geld welches wie beim Tagesgeld sicher angelegt ist und kurzfristig zur Verfügung steht, wird bei mir im Punkt Bargeld zusammengefasst. Auch der zuteilungsreife Bausparvertrag, mit dem ich meine Vermögenswirksamen Leistungen einsammle, wird nach 7 Jahren dem Bargeld zugezählt. Denn bei Zuteilung nach Ablauf von 7 Jahren kann der Bausparvertrag jederzeit inkl. Bonuszahlung ausbezahlt werden.

Sämtliche Metallpositionen, egal ob physisch oder nicht, kommen in den Punkt Metalle. Also auch Rohstoff-Zertifikate und ähnliche Produkte.

Alles was mit staatlichen Anlageformen zu tun hat kommt in den Punkt Staatsanleihen. Das können Anleihen oder auch Sparpläne sein. In der Regel halte ich in diesem Punkt max. zwei Werte als reinen Sicherheitspuffer.

Bei Unternehmensanleihen investiere ich grundsätzlich nur in Anleihen mit einem AAA-Ranking und einer maximalen Laufzeit von 5 Jahren. Bisher gab es nur sehr wenige Ausnahmen die länger liefen, zum Beispiel bei einer außerordentlichen hohen Rendite.

Der Punkt Aktien ist der wichtigste und meist größte Punkt in jedem Depot. Dort sammelt sich alles was den Schwankungen des Aktienmarktes unterliegt. Also alle Fonds (außer Geldmarktfonds -> siehe Bargeld), Aktien und Aktienoptionen. Wenn Sie in weitere spekulative Anlageformen investieren und dafür keinen separaten Punkt in Ihrer Tabelle haben, dann kommen diese Produkte auch alle hier mit hinein.

Immobilien und Kapital-Lebensversicherungen schließe ich aus meiner Übersicht grundsätzlich aus. Um das Geld in andere Anlageklassen investieren zu können, müsste das Geld kurzfristig und ohne Verlust zur Verfügung stehen. Dies wäre hier nicht der Fall. Dazu eine Frage am Rande: Wie viel Geld kann in Immobilien investiert werden? Als Faustregel empfehle ich immer den gleichen Betrag den Ihre Vermögensstruktur aufweist. Sollten also alle Punkte in Ihrer Tabelle zusammen 100.000,- Euro betragen, dann können Sie auch im Wert von 100.000,- Euro in Immobilien investieren. Meist geht dies allerdings nicht ohne Kreditaufnahme und zusätzlichen Kosten. Aber das ist ein anderes Thema, welches hier in späteren Artikeln noch beleuchtet werden soll.

Weitere Felder der Tabelle müssen nicht mehr ausgefüllt werden. Ich persönlich aktualisiere meine Übersicht immer an meinem monatlichen Finanztag. Ihre Tabelle ist nun mit Ihren Eingaben auf dem aktuellen Stand und Sie bekommen als Ergebnis eventuelle Investitions- und Umschichtungsmöglichkeiten angezeigt. Welche das genau sind und wie Sie diese umsetzen, schreibe ich Ihnen in den nächsten Artikeln. Bleiben Sie weiterhin dabei, denn es geht um Ihren Vermögensaufbau. Bis die Tage.

Ihr

Alexander Fischer