Archive for the ‘Sicherheit’ Category

Jedes Jahr das gleiche Spiel. Sie sind das ganze Jahr über sparsam mit Ihrem Wasser, Strom und Gas umgegangen und bekommen wieder eine Nachzahlung bei Ihrer Nebenkostenabrechnung. Aufs Neue geschockt, fragen Sie sich, wie Sie die Nachzahlung mal eben aus dem Ärmel schütteln sollen. Je nachdem wie hoch Ihre Nachzahlung ist, wirft das sicherlich die eine oder andere Monats-Budget-Planung über den Haufen. Befolgen Sie einfach den heutigen kleinen Trick und Sie werden keine bösen Überraschungen bzw. Nachzahlungen erleben. Die Entwicklung der Strompreise in den letzten Jahren ging stets nach oben. Das bedeutet, dass Sie jedes Jahr immer ein wenig mehr für Ihren Stromverbrauch bezahlen müssen.

Das gleiche trifft auch für Ihren Gas- und Wasserverbrauch zu. Alles wird Schritt für Schritt teurer. Wenn Sie nur vorher früh genug wüssten, wie viel Sie nachzahlen müssen, dann könnten Sie ja bequem etwas zusätzliches Geld beiseite legen um am Jahresende davon dann die Nebenkostenabrechnung zu bezahlen. Und genau das ist der Punkt. Sie müssen schon vorab zusätzlich etwas Geld beiseite legen. Aber wohin nur? Noch ein Sparschwein? Am Ende vergessen Sie doch sowieso wieder jeden Monat etwas beiseite zu legen, oder? Warum erhöhen Sie nicht einfach Ihren monatlichen Abschlag, den Sie an Ihren Versorger überweisen? Für Ihren Strom zahlen Sie jeden Monat einen Abschlag an Ihren Stromanbieter. Für Gas an den Gaslieferanten und beim Wasser an die Wasserwerke. Beim Wasser steckt der Preis in der Regel in den Nebenkosten mit drin. Dort gehen wir etwas anders vor. Dazu aber später mehr. Angenommen Sie überweisen nun ab sofort jeden Monat ein klein wenig mehr als die vereinbarte Abschlagsumme an Ihren Versorger. Ihnen werden die wenigen Euro jeden Monat nicht wehtun. Ich behaupte mal, dass Sie es nicht ein mal merken werden. Somit ersparen Sie sich Monat für Monat ein kleines Guthaben bei Ihrem Versorger. Am Ende des Jahres rechnet Ihr Versorger anhand Ihres Verbrauchs ab und verrechnet die bereits geleisteten Zahlungen. Dadurch, dass Sie mehr als nötig eingezahlt haben, steht für Sie nun entweder ein kleines Guthaben bereit oder Ihre Nachzahlung ist so minimal, dass Sie diese mit Leichtigkeit bezahlen können. Und glauben Sie mir, monatlich etwas mehr zahlen ist viel angenehmer als am Ende des Jahres eine große Nachzahlung abzustottern!


Wie gehen wir nun vor?
Das wichtigste ist, ab sofort überweisen Sie mit einem Dauerauftrag die Abschlagszahlungen an Ihren Versorger, wenn Sie es nicht schon tun. Nur so können Sie die monatlichen Zahlungen flexibel gestalten und jederzeit ändern. Rufen Sie bei Ihrem Strom- und Gasversorger an und lassen Sie sich die Bankverbindung und den Verwendungszweck für einen Dauerauftrag geben. Widerrufen Sie zudem auch die erteilte Einzugsermächtigung. Besonders wichtige Versorger möchten das gern schriftlich. Dann schicken Sie bitte einfach nur einen kurzen Zweizeiler, damit Ihr Versorger zufrieden ist. Erteilen Sie nun bei Ihrer Bank einen Dauerauftrag der jeden Monat zur gewohnten Zeit ausgeführt wird.

Welchen Betrag sollen Sie überweisen?
In Ihrer Stromabrechnung steht wie viel Sie im vergangenen Zeitraum für Strom bezahlt haben. Sagen wir es waren 500,- Euro. Teilen Sie diesen Betrag nicht durch 12 Monate sondern nur durch 10 Monate! Ergebnis in unserem Beispiel wären 50,- Euro. Diesen Betrag überweisen Sie nun monatlich an Ihren Versorger – insgesamt 12 Monate lang. 12 Monate á 50,- Euro ergibt in Summe 600,- Euro. Sie zahlen somit gute 100,- Euro mehr an Ihren Versorger. Sozusagen als Reserve. Das gleiche klappt genauso gut bei Ihrem Gasversorger. Beim Wasser ist es etwas anders, da hier über die Nebenkostenabrechnung abgerechnet wird. Hier müssen Sie Ihre gesamten Nebenkosten ermitteln. Den Gesamtbetrag finden Sie auf der Nebenkostenabrechnung. Teilen Sie nun diesen Betrag auch durch 10 Monate. Den ermittelten monatlichen Betrag addieren Sie nun zu Ihrer Kaltmiete dazu und überweisen nun einen etwas höheren Betrag für Kaltmiete + Nebenkosten als bisher.

Fazit:
Diese Prozedur müssen Sie jedes Jahr, wenn Sie Ihre Nebenkostenabrechnung oder die Stromrechnung bekommen, erneuert. Also den Gesamtbetrag prüfen, den neuen monatlichen Abschlag ermitteln und den Dauerauftrag ändern. Sie haben damit immer ein kleines Polster und werden keine bösen Überraschungen erleben.


Heute habe ich eine E-Mail von einem Herrn Philippe Paillart erhalten. Wie es aussieht, arbeitet dieser Herr für die Citibank und er möchte mir 25,- Euro für die Beantwortung von 5 Fragen überweisen. Zitat: „Wir sind froh, 25 Euro auf Ihr Konto zu überweisen, wenn Sie nur 5 Fragen uber unsere Dienstleistungen beantworten.“ Die E-Mail sieht sehr vertrauenswürdig und vor allem wie ein Original der Citibank aus. Auf den ersten Blick ist kein Anzeichen für einen Pishing-Versuch zu erkennen.

Citibank - Fälschung einers Mailing - Pishing-Mail

Was ist das Ziel einer Pishing-Mail?
In betrügerischer Absicht sollen von potentiellen Kunden die Zugangsdaten ermittelt werden. Mit diesen Zugangsdaten können sich die Betrüger ungehindert und legal in Ihre Konten einloggen und mitunter sehr großen Schaden anrichten. Was fällt aber bei genauerem Hinsehen auf?

Ich bin gar kein Kunde der Citibank!
Warum werde also gerade ich angeschrieben und soll mich einloggen? Woher hat die Citibank meine E-Mailadresse?

Rechtschreibfehler!
Im Satz befindet sich ein Rechtschreibfehler. Statt „über“ steht dort „uber“. Normalerweise haben Pishing-Mails viel mehr Rechtschreibfehler, als dieser gut gelungener Versuch.


Verlinkungen sind teilweise echt!
In der obigen Navigationsleiste sind Links zu Produkten der Citibank zu finden. Zum Beispiel zu Konten, Investments, Geldanlagen, Baufinanzierung, Kredit, Kreditkarten, Versicherungen und Kundenservice. Alle diese Links verlinken auf die Original Webseite der Citibank unter Citibank.de. Einzig und allein zwei Links in der E-Mail verlinken auf eine andere Webseite. Zum einen der Login-Button (oben rechts) und das große Bild im Vordergrund. Aufgrund der Größe werden sicherlich über 90% der Leser direkt auf das Bild oder auf den Login-Button klicken um die 25 Euro zu kassieren. Landen werden Sie allerdings nicht auf www.Citibank.de sondern auf einer anderen Seite …srednovekoven-ohrid.com.mk…
Diese Seite hat mit der Citibank aber rein gar nichts zu tun. Sie werden gebeten sich vor Beantwortung der Fragen einzuloggen. Wenn Sie das machen, geben Sie den Betrügern Ihre Zugangsdaten.

Falscher Absender!
Wer ist Philippe Paillart? Arbeitet er wirklich für die Citibank? Warum hat ein Philippe Paillart keine eigene Emailadresse? Warum schreibt er mit schirmer@citibank.de? Normalerweise werden E-Mailadressen in großen Firmen über den ganzen Namen vergeben. Also zum Beispiel p.paillart@citibank.de oder philippe.paillart@citibank.de usw. In diesem Fall passt der Absendername nicht zur E-Mailadresse. Ich habe mir nun die Mühe gemacht und Herr Paillart per E-Mail kontaktiert. Leider habe ich nie eine Antwort erhalten. Es wäre doch ein Einfaches für einen Citibank-Mitarbeiter die Echtheit der E-Mail zu bestätigen. Nun habe ich die E-Mail an die zuständige Sicherheits-Abteilung bei der Citibank gemailt – onlinesicherheit@citi.com und phishingmail@citi.com. Innerhalb weniger Minuten kam sofort eine Rückmeldung. Die Mail ist definitiv eine Fälschung. Zwar eine gute, aber eine Fälschung!

Wenn Sie in Zukunft weitere derartige E-Mails erhalten, seien Sie immer sehr vorsichtig!
Prüfen Sie immer die oben aufgezählen Punkte. Wenn Sie sich immer noch nicht sicher sind gehen Sie direkt auf die Webseite Ihrer Bank, ohne über Links aus der E-Mail. Alternativ können Sie auch den Kundenservice Ihrer Bank anrufen und Fragen ob entsprechende E-Mails an Sie verschickt wurden.

Bleiben Sie wachsam! Es geht immer nur um Ihr Geld welches andere haben wollen! Lesen Sie dazu auch diesen interessanten Artikel – Warum das so ist