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Artikel 5 von 8 der Artikelserie: Verwenden Sie eine eigene Vermögenstabelle

Wie bereits versprochen möchte ich Ihnen heute eine weitere Simulation der Vermögenstabelle zeigen. Anhand solcher Beispielsimulationen ist es für Sie einfacher zu sehen, wie Sie die Tabelle für sich selbst nutzen können. Erst wenn Sie die Funktionsweise verstehen, werden Sie die Übersicht auch für Ihre privaten Finanzen nutzen und den Entscheidungen für weitere Investitionen vertrauen.

Im letzten Artikel dieser Artikelserie habe ich Ihnen ein Beispiel gezeigt, wie sich die Ergebnisse der Tabelle verändern, wenn Sie regelmäßig das Bargeld-Depot (Ihr Tagesgeldkonto) füllen und welche Investitionsentscheidungen sich daraus ergeben. Im Beispiel heute geht es darum, wie sich stark steigende Aktien- und Fondswerte Ihres Depots auf die Ergebnisse der Vermögenstabelle auswirken.

Die Simulation zeigt Ihnen folgenden Verlauf. Wie gewohnt wird weiter regelmäßig in das Tagesgeldkonto eingezahlt. Dadurch steigt der Guthabenanteil. Gleichzeitig geht es am Aktienmarkt rund. Ein regelrechter Boom ist am laufen und Aktien und Fonds steigen in immer neue Höhen. Daraus resultiert allerdings, das Gold und Silber weniger nachgefragt wird und auch die Anleihen im Depot etwas an Wert verlieren (allerdings nur wenn Sie aktuell verkauft würden). Diverse Depotwerte sinken teilweise stark und andere nur langsam. Alle Aktienpositionen steigen unaufhörlich. Schauen Sie wie sich die Ergebnisse in der Tabelle verändern. Im Anschluss werde ich wieder auf einzelne Details eingehen.

Betrachten Sie nun das letzte Bild in der Simulation. Was hat sich in den letzten Wochen und Monaten getan? Monatlich wurde wie geplant das Geld weiter angespart. Der Punkt Rohstoffe ist wie prognostiziert deutlich weniger Wert im Depot. Die Preise dafür haben sich sozusagen halbiert. Auch die Anleihen, die zwar eine gewisse Laufzeit haben, sind Stand heute (bei einem evtl. Verkauf) weniger Wert. Wenn der Aktienmarkt brummt, ist der Anleihemarkt oft wenig interessant. Jeder will beim Aktien-Boom dabei sein und spielt an der Börse mit dem max. zur Verfügung stehenden Geld. Kurz vor dem Ende der Simulation steht das Aktiendepot bei 17.000,- Euro und das obwohl überhaupt keine neuen Werte dazu gekauft wurden. Nur durch den Anstieg der Aktienkurse ist das hohe Plus zustande gekommen. Im letzten Bild beträgt der Wert dann nur noch 12.000,- Euro. Aber keine Angst. Es wurden nur einige Aktien-Positionen gewinnbringend verkauft und der Erlös von 5.000,- Euro wurde dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben. Mit der letzten Besparung von 1.000,- Euro sind dadurch allein im letzten Bild ganze 6.000,- Euro hinzugekommen.

Auch wenn das Musterdepot einen Wert von nur knapp 30.000,- Euro aufweist, muss es nach dieser aufregenden Zeit wieder angepasst werden um das gewünschte Gleichgewicht beizubehalten. Auch ein regelmäßiger Depotkonto Vergleich ist ratsam.

An meinem Finanztag würde ich nun wie folgt investieren:
Im Bargelddepot stehen für Umschichtungen ca. 12.000,- Euro zur Verfügung. Augenscheinlich liegt der Metallmarkt am Boden. Die Masse am Finanzmarkt interessiert sich im Moment nicht dafür, in Metalle investieren zu wollen. Aufgrund der günstigen Preise und weil das Depot ausgeglichen werden muss, beginne ich nun damit nach und nach das Defizit wieder auszugleichen. Über einen Zeitraum von drei bis fünf Monaten kaufe ich für insgesamt 8.000,- Euro Goldbarren, Silbermünzen und andere Rohstoff-Anlagen. Sicherlich sind 8.000,- Euro mehr als ich eigentlich investieren sollte, aber ich nutze die Gunst der Stunde und lege mir Metall-Werte ins Depot die nur jetzt so günstig sind. Sozusagen als Vorrat. Übrig bleiben noch etwa 4.000,- Euro die ich auf die beiden Anleihepositionen verteile. Dadurch sind diese beiden Positionen im Musterdepot wieder gut ausgeglichen. Am Aktienmarkt werde ich im Moment nichts kaufen, da dort ein Crash oder zumindest eine deutliche Erholung zu erwarten ist. Sämtliche Positionen in der Rubrik Aktien sind durch Stop-Kurse abgesichert und werden automatisch bei erreichen der Sicherheitsmarke verkauft. Wie ich das mit einem einfachen System jederzeit anpasse, erkläre ich Ihnen in kommenden Artikeln. Die neue Grafik nach den Umschichtungen sieht wie folgt aus.

Gut zusehen ist hier, dass bei der Aktien-Position deutlich zu wenig investiert wurde. Aber kann man, aufgrund der derzeitigen Marktsituation, aussitzen. In den anderen Positionen der Vermögensübersicht sieht die Verteilung dagegen gut aus. Bei der Metall-Position wurde sogar ein grüner Wert erreicht. Der Geldbetrag zeigt an, wie viel von der Position verkauft werden könnte um es in andere Bereiche zu investieren. Dazu gibt es aber im Moment keinen Anlass, da Rohstoffe momentan auf einem günstigen Einstiegsniveau stehen und sich im Prinzip nur nach oben bewegen können. Auch Aktien müssen erst wieder günstiger werden, damit wieder erste Positionen aufgebaut können. Wann das genau sein wird, zeige ich Ihnen bei der Fortführung der Tabelle in einem der kommenden Artikel.

Wenn Sie Fragen zu den Themen in meinen Artikeln haben, dann bitte ich Sie mir direkt per E-Mail oder Kommentar zu schreiben. Ich helfe Ihnen gern Ihre Finanzen zu strukturieren.

Ihr

Alexander Fischer

© 2010 – 2012, Reich-mit-Plan.de. All rights reserved.

Mit der Hochtief-Anleihe habe ich Ihnen im März bereits eine interessante Unternehmensanleihe vorgestellt. Heute möchte ich Ihnen zwei renditestarke und vor allem nachhaltig sichere Staatsanleihen vorstellen. Wie Sie in verschiedenen Artikeln auf Reich-mit-Plan.de lesen konnten, sollten sich in Ihrem Depot immer kleinere Anleihe-Positionen von Unternehmen und Staaten befinden. Anleihen sorgen dafür, dass Ihr Vermögen breit gestreut wird und gleichzeitig minimieren Sie damit das Gesamtrisiko Ihres Depots. Meine Empfehlung liegt bei ca. 10% – 20% am Gesamtdepot je nach Marktsituation.

Für alle Leser unter Ihnen, die momentan etwas Cash übrig haben und nach interessanten Staatsanleihen suchen, habe ich heute genau das richtige.


Am 26. Mai erschien auf dem Börsenportal Teleboerse.de ein Artikel von Corinne Spiess (www.teleboerse.de/empfehlungen/tipps_und_trends/Staatsanleihen-richtig-auswaehlen-article889385.html). Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung der Dr. Höller Vermögensverwaltung, einer 100%igen Tochter der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers. Das Unternehmen legte 1995 den ersten Ethikfonds Kontinentaleuropas auf und gilt als Pionier bei nachhaltigen Investments.

In Ihrem Artikel geht es um Staatspapiere die rein nach ethischen und ökologischen Kriterien ausgewählt werden und zugleich eine gute Rendite mit hoher Sicherheit verbinden. Staatsanleihen können ganz einfach anhand von Negativ-Kriterien überprüft werden. Es sollte daher kein Kauf von Staatsanleihen erfolgen wenn folgende Negativ-Kriterien erfüllt sind:
- Staaten die regelmäßig mehr als 2% des Bruttoinlandsproduktes für ihr Militärbudget ausgeben
- Länder die über Nuklearwaffen verfügen (Großbritannien, Frankreich, USA und China)
- alle Länder in denen noch die Todesstrafe gilt (u.a. Singapur)
- Länder die aufgrund der aktuellen Entwicklung neu bewertet werden müssen (Spanien, Portugal, Irland, Italien)

Die Schlussfolgerung daraus – Ethisch und ökologisch unbedenklich gelten Staatsanleihen folgender Länder: Skandinavische Länder, Kanada, Neuseeland, Österreich und Schweiz.

Corinne Spiess hat auch gleich zwei renditestarke Anleihen empfohlen. Ich möchte an dieser Stelle nur kurz die Eckdaten der jeweiligen Anleihen erwähnen. Eine ausführliche Begründung dazu finden Sie im genannten Artikel.

Schwedische Staatsanleihe
ISIN: SE0002241083
Laufzeit: 12.03.2019
Rating: AAA von Fitch
Währung: Schwedische Krone
Zinskupon: 4,25%

Norwegische Staatsanleihe
ISIN: NO0010052467
Laufzeit: 16.05.2011
Rating: AAA von Fitch
Währung: Norwegische Krone
Zinskupon: 6,00%

Wie Sie sehen gibt es auch zu Zeiten der Finanzkrise immer wieder attraktive Investment-Möglichkeiten. Vergessen Sie nicht Ihr Geld immer gut zu verteilen. Hilfreich dafür ist der erste Artikel der aktuell laufenden Artikelserie.

Ihr

Alexander Fischer

© 2010 – 2012, Reich-mit-Plan.de. All rights reserved.

Artikel 4 von 8 der Artikelserie: Verwenden Sie eine eigene Vermögenstabelle

Anschließen möchte ich heute an die Beispielsimulation aus dem letzten Artikel. Den Rechner den ich Ihnen vorgestellt habe, hat als Ergebnis einen Investitionsbetrag von 8.100,- Euro ermittelt. Diese 8.100,- Euro müssen nun sinnvoll auf andere Anlageklassen verteilt werden. Heute zeige ich Ihnen, wie ich persönlich dabei vorgehen würde und wie sich die Beispielgrafik dadurch verändert.

Hier noch die Abschlussgrafik aus dem letzten Artikel.

Ich würde nun wie folgt investieren:
Das das Thema Gold und Silber aktuell sehr interessant ist, kaufe ich mir zwei Ein-Kilo-Barren Silber. Kostenpunkt ca. 800,- Euro. (Zeitpunkt bei Artikelschreibung)
Dazu noch eine Goldunze in Münzform. Kostenpunkt derzeit 800,- Euro.
2.000,- Euro würde ich in einen Aktienfonds investieren.
Und jeweils 1.000,- Euro in zwei einzelne Aktien.
In Anleihen würde ich aufgrund des geringen Investitionsbedarfs momentan nicht investieren.
Gesamtinvestition: 5.600,- Euro. Das restliche Geld lass ich weiter auf dem Tagesgeldkonto liegen und investiere es zu einem späteren Zeitpunkt.

Wenn ich nun die Tabelle mit meinen getätigten Investitionen aktualisiere, erhalte ich folgende neue Übersicht.

Zum Vergleich, vor sowie nach der Umschichtung beträgt der Gesamtwert des Musterdepots 19.000,- Euro. Ein Großteil des verfügbaren Guthabens wurde auf unterschiedliche Geldanlagen verteilt. Das immer noch etwas höhere Guthaben verbleibt im Bargelddepot um es beim nächsten Mal mit neu gespartem Geld zu investieren.

Nach und nach investieren Sie dadurch immer wieder in sämtliche Anlageformen. Bei guten Gelegenheiten können Sie auch über einen Sollwert hinaus investieren. Mit der Zeit, durch weitere monatliche Einzahlung und durch die Schwankungen der einzelnen Anlageformen gleicht sich das wieder aus. Der Grundsatz lautet: Halten Sie ein gewisses Gleichgewicht in Ihren Finanzen.

Für heute soll es das gewesen sein. Schauen Sie sich die Simulation aus dem letzten Artikel noch mal genau an. Es ist sehr einfach und für jeden nachvollziehbar. Jeder von Ihnen kann seine Finanzen selbst verwalten. Sie müssen nur anfangen Geld zusparen. Jeder Euro zählt. Monat für Monat füllt sich Ihr Depot, welches dann vollautomatisch verwaltet wird.

In kommenden Artikeln möchte ich Ihnen weitere interessante Simulationen zeigen und Ihnen natürlich diese Tabelle auch im Download-Bereich zur Verfügung stellen. Erst wenn Sie selbst diese Tabelle nutzen, macht Geld anlegen und verwalten erst richtigen Spaß. Sollten Sie bis kommende Woche Fragen haben, dann schreiben Sie mir bitte.

Ihr

Alexander Fischer


© 2010, Reich-mit-Plan.de. All rights reserved.

Zuletzt haben ich Ihnen die Tabellenspalten Ihrer Vermögenstabelle beschrieben, die Sie selbst befüllen müssen. Heute schreibe ich Ihnen, was die Tabelle alles anzeigt und wie Sie funktioniert. Die restlichen Spalten werden daher näher betrachtet, denn sie liefern Ihnen in Zukunft wichtige Ergebnisse und Vorschläge für Ihre Finanzen.

Beginnen möchte ich mit der Spalte neben dem SOLL-Wert. Der IST-Spalte. Sie zeigt bereits erste Ergebnisse an. Die Tabelle rechnet anhand Ihrer eingegebenen Werte immer den aktuellen, also tatsächlichen, Prozentwert jeder einzelnen Geldanlage aus. Farblich wird Ihnen angezeigt ob der Wert größer oder kleiner ist, als der vorgegebene SOLL-Wert. Sie sehen somit in welcher Anlageform Sie momentan zu viel Geld investiert haben und in welche Anlageform Sie verfügbares Geld investieren könnten. Es wird Ihnen nur der reine Prozentwert angezeigt. Sozusagen als erste Orientierung für eine Ungleichverteilung. Die letzte Spalte nennt sich Verfügbar. Im Moment ist diese leer, da unser Musterdepot optimal aufgeteilt ist. Sollte dies aber nicht der Fall sein, steht dort der genaue Betrag in Euro der entweder investiert werden sollte oder der bereits in dieser Anlageklasse zuviel investiert wurde. Auch hier sind die Werte farblich unterschiedlich markiert.

Damit Sie nun ein Gefühl dafür bekommen, wie sich die Ergebnisse der Tabelle verändern, möchte ich Ihnen eine Beispielsimulation zeigen.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor:
Die nun folgende Simulation soll Ihnen zeigen was passiert, wenn Sie Monat für Monat in Ihr Tagesgeldkonto kleine oder auch mal größere Beträge einzahlen. Mit der Zeit steigt Ihr Guthaben immer mehr an. Da sich die Simulation im Moment nur um das Bargeld dreht, gehe ich davon aus, dass die restlichen Werte im Musterdepot sich nicht verändern. Schauen Sie sich die Zahlen gut an. Begonnen wurde mit einem Guthaben von 1.000,- Euro welches über einen beliebigen Zeitraum auf bis zu 10.000,- Euro ansteigt. Was geschieht währenddessen mit den anderen Werten in Ihrem Depot?

Der IST-Wert sinkt bei allen anderen Anlageformen nach und nach immer mehr in den roten Bereich. Das bedeutet Sie haben gemessen am vorgegebenen SOLL-Wert zu wenig in die einzelnen Produkte investiert. Das Guthabenpolster beträgt mittlerweile ganze 53% des Gesamtvermögens. Der SOLL-Wert beträgt aber nur 10%. Somit haben Sie in dieser Gruppe 43% zuviel angesammelt. Das ist sehr gut. Nun müssen Sie es nur noch richtig verteilen. In der Spalte Verfügbar sehen Sie einen grün markierten Geldbetrag. Das ist der Betrag der über den 10% Ihres SOLL-Wertes liegt. In diesem Fall verfügen Sie über 8.100,- die Sie in andere Anlageklassen umschichten müssen bzw. sollten. Unter den 8.100,- Euro sehen Sie die genauen Beträge die Sie in anderen Anlageklassen investieren können. In diesem Beispiel können Sie für 1.800,- Euro Metalle kaufen. Auch die beiden Anleihe-Kategorien könnten mit jeweils 900,- Euro bedient werden. Allein 4.500,- Euro sollten Sie in Aktien und Fonds investieren.

Das bedeutet nun aber nicht, dass Sie sich beeilen müssen. Der Rechner zeigt Ihnen nur Möglichkeiten zum investieren auf. Versuchen Sie mit der Zeit immer ein Gleichgewicht in Ihre Vermögensstruktur zu bekommen. Investieren Sie immer erst dann in einzelne Positionen, wenn genügend Geld zur Verfügung steht und eine Investition auch sinnvoll ist. Verschieben Sie weitere Investitionen auf einen späteren Zeitpunkt. Wie ich das Geld aus dieser Animation verteilen würde, schreibe ich Ihnen im nächsten Teil dieser Artikelserie. Bis dahin.

Ihr

Alexander Fischer

© 2010 – 2012, Reich-mit-Plan.de. All rights reserved.

Artikel 2 von 8 der Artikelserie: Verwenden Sie eine eigene Vermögenstabelle

Wie hat Ihnen die Finanztabelle aus dem letzten Artikel gefallen?
Heute steige ich tiefer ein und erkläre Ihnen die Tabelle etwas genauer. Anhand der Beispielgrafik möchte ich Ihnen zeigen, was Sie alles aus der kleinen Tabelle ablesen können und welche Eingaben Sie selbst machen müssen. Den Rest erledigt die Tabelle für Sie automatisch – wie ein kleiner Rechner. Sie müssen nur das Ergebnis ablesen und entsprechend handeln.

Die Übersicht ist in diesem Fall sehr einfach gehalten. Je größer Ihr Vermögen wird, je umfangreicher wird auch Ihre persönliche Tabelle. Aber für den heutigen Einstieg habe ich (aus meiner Sicht) die einfachste Variante gewählt. Die darin aufgezeigte Depotstruktur kann ich jedem sicherheitsorientierten Anleger jederzeit empfehlen. Mit der richtigen Ausdauer und konsequentem umsetzen der vorgegebenen Ergebnisse, können damit Renditen zwischen 7% und 12% im Jahr erreicht werden.

Beginnen wir mit den Spalten in denen Sie Ihre Eingaben machen müssen – markiert mit den grünen Pfeilen. In der ersten Spalte können Sie Ihre möglichen Anlageformen eintragen, in die Sie investieren können und wollen. Im meinem Beispiel habe ich die gängigsten Möglichkeiten der Geldanlage gewählt, die auch alle in Ihrer Vermögensstruktur vorkommen sollten. In dieser Spalte können beliebig viele Produkte eingetragen werden. In Ihre eigene Tabelle tragen Sie alle Produkte ein, die Sie ermittelt haben. Sollten Sie sich mit der Zeit weiteres Wissen in anderen Finanzprodukten aneignen, dann nehmen Sie auch diese Anlageformen mit in die Tabelle auf. Sie werden mit der Zeit automatisch Ihr Geld auch in diese Produkte investieren.

Der wichtigste Punkt in Ihren Finanzen ist das BargelddepotIhr Tagesgeldkonto. Das Bargelddepot sollte immer an erster Stelle stehen, da der jeweilige Guthabenstand ausschlaggebend ist für Ihre weiteren Investitionen. In der nächsten Spalte befindet sich der SOLL-Wert. Diesen müssen Sie am Anfang selbst festlegen. In meinem Beispiel habe ich eine gute, auf Sicherheit ausgelegte Verteilung vorgenommen. Alle Werte zusammen müssen immer 100% ergeben. Sollte dies nicht der Fall sein, zeigt Ihnen die Tabelle es automatisch an. Der Höchstwert einer einzelnen Position sollte max. 50% betragen. Sie können die Werte aber auch beliebig festlegen. Die Spalte mit der Überschrift Guthaben, ist die letzte in der Sie etwas eintragen müssen. Hier erfassen Sie alle aktuellen Kontostande und Werte der jeweiligen Anlageprodukte. Aufgrund von vielen unterschiedlichen Geldanlagen, rate ich dazu ähnliche Produkte in Kategorien zusammenzufassen.

Das kann zum Beispiel wie folgt aussehen:
Bargeld: Tagesgeld, Festgeld, zuteilungsreife Bausparverträge, Geldmarktfonds, Sparbuch
Metalle: Barren und Münzen in Silber und Gold
Staatsanleihen: alle Staatsanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten (max. 5 Jahre Laufzeit)
Unternehmensanleihen: alle Unternehmens- und Wandelanleihen (max. 5 Jahre Laufzeit)
Aktien: Einzelwerte, Fonds, Immobilienfonds

Auf jeden einzelnen Unterpunkt möchte ich noch etwas genauer eingehen. Damit Sie durch zu lange Artikel nicht die Lust am Lesen verlieren, soll es das für heute erst einmal gewesen sein. Freuen Sie sich auf die kommenden Artikel dieser Artikelserie und arbeiten Sie bis dahin weiter an Ihrer eigenen Vermögensstruktur.

Ihr

Alexander Fischer

© 2010 – 2012, Reich-mit-Plan.de. All rights reserved.

Artikel 1 von 8 der Artikelserie: Verwenden Sie eine eigene Vermögenstabelle


Im heutigen Artikel möchte ich wieder auf den Ihnen bereits bekannten Geldkreislauf zurückkommen. Sie wissen ja nun wie Ihre Vermögensstruktur aussehen sollte und wie Sie Ihr Tagesgeldkonto durch monatliche Einzahlungen füllen. Was Sie aber noch nicht wissen ist, wann Sie wie viel Geld in bestimmte Finanzprodukte investieren müssen. Mittlerweile sollten Sie alle Finanzprodukte ermittelt haben, in denen Sie sich gut auskennen und in die Sie investieren können.

Heute werden ich Ihnen eine kleine hilfreiche Übersicht zeigen. Anhand dieser Tabelle, können Sie in Zukunft ganz einfach Ihr Geld investieren. Sie müssen die Tabelle nur mit Ihren eigenen Daten & Zahlen befüllen, am besten immer an Ihrem Finanztag. Als Ergebnis bekommen Sie angezeigt, wie viel Geld Sie in welches Produkt bzw. in welche Anlageklasse investieren sollen. Die Tabelle hilft Ihnen sogar dabei Ihr Geld antizyklisch zu investieren.

Warum ist antizyklisches investieren so wichtig?
Wer antizyklisch investiert, der kauft wenn Kurse fallen und verkauft wenn Kurse steigen. Immer dann, wenn der Großteil des Marktes in eine Richtung geht, schlägt man bereits den entgegengesetzten Weg ein und fängt damit an in anderen Bereichen erste Positionen aufzubauen. In der Praxis ist es allerdings sehr schwer gegen den Strom zu schwimmen, da Sie ja nie wirklich wissen in welcher Phase sich der Markt derzeit befindet. Und genau da wird Ihnen die neue Übersicht helfen. Sie zeigt Ihnen jederzeit an, wie viel Geld Sie in welches Produkt investieren müssen. Wenn zum Beispiel der Aktienmarkt boomt und die Kurse in immer weitere Höhen katapultiert werden, sollten Sie Gewinne absichern und ggf. gut gelaufene Positionen verkaufen. Gleichzeitig wird das neu zur Verfügung stehende Geld in derzeit nicht gefragte Finanzprodukte aus Ihrer Tabelle investiert. Das Portfolio muss sozusagen angepasst und umgeschichtet werden. Und genau da wird Sie die Tabelle in Zukunft unter die Arme greifen.

Ich möchte Ihnen nun kurz die neue Tabelle vorstellen, damit Sie erstmal sehen wie sie aussieht und wie einfach sie gestrickt ist. Die Tabelle ist so konzipiert, dass jeder von Ihnen damit arbeiten kann. In den kommenden Artikeln möchte ich Ihnen zeigen, wie sich die Ergebnisse der Übersicht verändern, wenn sich Ihre Finanzen verändern. Zum Beispiel durch stetig wachsende monatliche Einzahlungen, bei Schwankungen einzelner Anlageprodukte oder auch bei Veränderungen der vorgegebenen Prozentwerte. Sie werden sehen, es ist alles ganz einfach und kein Hexenwerk.

Fortsetzung folgt.

Ihr

Alexander Fischer

© 2010 – 2012, Reich-mit-Plan.de. All rights reserved.

Erhöhen Sie Ihre monatliche Sparquote

Author: Alexander Fischer

Der heutige Artikel ist die Fortsetzung des Artikels aus der letzten Woche:
„Über Geld spricht man nicht – Geld hat man“.

Blick in die Zukunft:
In Zukunft sollten Sie nun regelmäßig Ihre eigene Sparleistung überprüfen und Ihre Sparquote ermitteln. Am besten an Ihrem monatlichen Finanztag. Schreiben Sie sich diesen Punkt gleich in Ihren Kalender und auf Ihre To-Do Liste. Ihr persönliches Ziel ist es nun die Sparquote kontinuierlich zu erhöhen. Das funktioniert, in dem Sie Ihre monatliche Sparrate immer wieder anpassen und erhöhen. Allerdings geht das nur, wenn Sie alle drei Werte (höhere Sparrate und höheres Einkommen, geringere Ausgaben) immer wieder optimieren. Nur dann steigt Ihre Sparquote Prozentpunkt für Prozentpunkt. Und je mehr Sie sparen, desto eher werden Sie Ihr finanzielles Ziel erreichen. Wie hoch die Sparquote der Deutschen Bundesbürger ist, können Sie hier nachlesen.

Bevor wir nun mit Ihrer heutigen Aufgabe beginnen, müssen Sie noch Ihre persönliche Sparquote ermitteln. Daher zeige ich Ihnen nochmals die Formel.

Wie gehen Sie nun vor?
Aktuell: Im Moment sparen Sie gar nicht, unregelmäßig oder nur sehr wenig (unter 5%)?
Ziel: Beginnen Sie damit einen festen monatlichen Betrag von mindestens 5% zu sparen und gehen Sie nach 6 Monaten zum nächsten Punkt über.

Aktuell: Sie sparen bereits zwischen 5 und 10% Ihres monatlichen Nettoeinkommens?
Ziel: Erhöhen Sie Ihre Sparleistung in den kommenden 12 Monaten monatlich um 1%, indem Sie kleine Veränderungen an den drei wichtigen Punkten vornehmen. Etwas mehr einnehmen, etwas weniger ausgeben und dadurch etwas mehr sparen. Es ist nicht viel notwendig um monatlich 1% mehr zu sparen. Nach 12 Monaten sollten Sie Ihre Sparleistung mindestens verdoppelt haben. Es erwartet Sie dann ein neues Ziel.

Aktuell: Sie sparen bereits monatlich mehr als 20% Ihres Nettoeinkommens?
Ziel: Das ist sehr gut, aber auch hier müssen Sie Ihre Finanzen weiter optimieren. Ihr großes Ziel besteht nun darin, mit der Hälfte Ihres Einkommens auszukommen und die andere Hälfte zu sparen. Sparziel = 50%. Dies zu schaffen ist sehr schwer und erfordert eine sehr hohe Disziplin im Bezug auf Ihre Ausgaben. Jede Ausgabe muss vorher gut durchdacht und geprüft werden. Sie werden zudem ein sehr gutes Einkommen bzw. Zusatzeinkommen benötigen.

Ein paar Tipps möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben:
Ermitteln Sie Ihre monatliche Sparleistung nicht zu gering und sparen Sie das Geld gleich weg, nachdem Sie Ihr Gehalt bekommen haben. Richten Sie sich einen Vermögensplan ein. und ermitteln Sie mit einem Haushaltsplan Ihre genauen monatlichen Ausgaben. Verwenden Sie alle steigenden Einnahmen (Gehaltserhöhung, Steuerersparnis oder sonstige Einnahmen) ausschließlich zur Erhöhung der Sparrate. Halten Sie Ihre Ausgaben niedrig.

Ihr

Alexander Fischer

© 2010 – 2012, Reich-mit-Plan.de. All rights reserved.

Den Spruch „Über Geld spricht man nicht – Geld hat man“ kennen Sie sicherlich. Aber warum soll man nicht über Geld sprechen? Ich unterscheide dabei zwischen meinen privaten Finanzen und dem Thema Geld allgemein. Was ich privat mit meinem Geld mache, wie viel es ist und wofür ich es genau ausgebe, geht nur mich etwas an. Wie man mit Geld im Allgemeinen umgeht, es vermehrt und welche Strategien am besten sind, darüber spreche ich gern mit jedem den es interessiert. An den folgenden Beispielen werden Sie sehen, dass die reine Information „Wie viel jemand spart“, überhaupt nicht aufschlussreich ist. Erst mit einer Kennzahl sind solche Gegenüberstellungen vergleichbar.

Wie viel Geld sparen die zwei Testpersonen Anton und Petra jeden Monat?
Von Anton erhalten Sie als Antwort 250,- Euro und Petra spart monatlich 210,- Euro. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wenn Anton der fleißigere Sparer von beiden wäre. Ob dies aber tatsächlich so ist, wissen Sie nicht. Nehmen wir an, Sie selbst sparen monatlich 160,- Euro. Sie könnten nun sogar der Meinung sein, Anton und Petra sind bessere Sparer als Sie selbst, da Sie beim Vergleich der monatlichen Sparrate am wenigsten sparen.

Diese Art zu denken ist vollkommen normal, schließlich möchten Sie sich auch mit anderen messen und wollen nicht als Letzter ins Ziel kommen. Es liegt einfach daran, dass Sie intuitiv die genannten Zahlen von anderen immer mit den eigenen Finanzen vergleichen. Wenn Sie das schon tun, dann aber bitte richtig.

Angenommen Anton verdient im Monat 5000,- Euro netto. Seine Sparquote beträgt somit ganze 5%. Petra jedoch verdient 3000,- Euro netto und kommt mit ihren 210,- Euro auf eine Sparquote von 7%. Nehmen wir nun mal an, Sie erhalten ein Nettoeinkommen von 2000,- Euro. Ihre Sparleistung in Höhe von 160,- Euro entsprechen dann einer Sparquote von 8%. Wenn Sie also das verfügbare Einkommen der Sparleistung gegenüber stellen, sind Sie derjenige der am fleißigsten spart. Sie holen sozusagen das Beste aus Ihrem monatlichen Einkommen raus. Anton müsste mit Ihrer Sparquote seine Sparleistung auf ganze 400,- Euro erhöhen. Da er das nicht tut, ist er sozusagen der „Faulste“ von Ihnen Drei. Allerdings hat er das größtmögliche Potential um seine Sparleistung zu verbessern.

Wie errechnen Sie Ihre persönliche Sparquote?
Mit einer einfachen Formel können Sie im Hand umdrehen Ihre Sparquote ausrechnen. Sie benötigen dafür nur Ihr Nettoeinkommen und Ihre monatliche Sparrate.
Rechnen Sie wie folgt:
Ihre monatliche Sparrate [geteilt durch] Ihr Nettogehalt [mal] 100 = Sparquote in Prozent
Bei Petras Beispiel sieht das dann so aus: 210,- Euro : 3000,- Euro x 100 = 7 Prozent

Fragen Sie doch mal Ihre Freunde, Verwandten und Kollegen, wie viel Prozent sie so sparen. Unabhängig wie hoch die Einkommen sind, erfahren Sie so die tatsächliche Sparleistung. Wer wie viel verdient bzw. wie viel Euro tatsächlich gespart wird, bleibt dabei anonym.

Nächsten Donnerstag, im zweiten Teil des Artikels, erfahren Sie von mir was Sie tun müssen, um Ihre monatliche Sparquote Schritt für Schritt zu erhöhen. Dann schreibe ich Ihnen auch wie Sie Ihre monatliche Sparquote auf 50% anheben können!

Bleiben Sie am Ball und schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen und Erfahrungen.

Ihr

Alexander Fischer

© 2010 – 2012, Reich-mit-Plan.de. All rights reserved.