Tag Archives: Verteilung

Ab welcher Kapitalgröße macht es Sinn in Aktien und Fonds zu investieren?

Diese interessante Frage hat in der letzten Woche der Blog-Leser Constantine aufgeworfen.
Der Kommentar im Artikel zur Zwischenauswertung des Musterdepots lautete wie folgt:

Ich habe eine grundsätzliche Frage dazu, ab welcher Kapitalgröße es überhaupt Sinn macht in Aktien und ähnliches zu investieren? Sollte ich meine Diversifizierung wie in Ihrem Musterdepot nach und nach aufbauen oder mir erst einen gewissen Kapitalstamm ansparen und dann einsteigen um diversifiziert investieren zu können? Ist es risikohafter eben immer die monatliche Sparleistung in Aktien/Fonds zu investieren und so erst nach einer gewissen Zeit zu einer Kapitalsumme und Diversifizierung zu kommen, die z.B. die Ihres Musterdepots entspricht?

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Warum ich diese Aufteilung für Aktien und Fonds vorgenommen habe

Artikel 3 von 6 der Artikelserie: Wie sieht meine private Vermögenstabelle aus?

Machen wir weiter mit den Erläuterungen zu meiner persönlichen Vermögenstabelle. Beim letzten Mal habe ich euch bereits die Rubriken Bargeld und Rohstoffe näher erläutert. Heute geht es um die größte Position Aktien und Fonds.

Wie ihr anhand meiner Vermögensstruktur sehen könnt, ist die Rubrik Aktien / Fonds die prozentual größte Position in meinem Depot. Aktien und Fonds die sich auf den Rohstoff-Sektor konzentrieren, sind bei mir ausschließlich in der Rubrik Rohstoffe zu finden. Insgesamt machen alle Fonds- und Aktienwerte zusammen 60% aus. Warum 60%? In vielen Finanzbüchern gibt es unterschiedliche Aussagen dazu. Die Erklärung die mir am besten gefallen hat und zudem auch schlüssig ist – ist die Altersregel. „Ziehen Sie vom Wert 100 Ihr Alter ab und Sie erhalten den Wert der in Aktien und Fonds investiert werden sollte.“ – Klingt doch einfach oder? Da ich „bald mal“ 40 Jahre alt werde, ergibt sich bei mir ein Wert von 60%. Jedes Jahr verkleinert sich der Wert um 1%. In gut 10 Jahren werden es dann nur noch 55% und in 25 Jahren 40% oder sogar noch weniger sein. Die Prozentanteile gehen allerdings nicht verloren sondern werden den anderen Rubriken in der Vermögenstabelle zugeordnet. In 20 Jahren kann daher die Struktur im Vergleich zu heute ganz anders aussehen. Schließlich soll sich das Risiko mit zunehmendem Alter weiter verringern.

Unter Einzeltiteln verstehe ich Aktien von Unternehmen die breit aufgestellt und sehr lange am Markt sind. Sozusagen Global-Player. Ich habe damals (vor Einführung der Abgeltungssteuer) in ein US-Unternehmen investiert, welches selbst im Besitz von über 80 Firmen ist. Weiter hält das Unternehmen an vielen weiteren Global-Playern große Aktienpakete. Dadurch ist das Unternehmen selbst wie ein Fonds aufgestellt und ist vom Risiko her ein sicherer Wert. Derzeit beträgt der aktuelle Ist-Wert in meiner Vermögenstabelle bei dieser Aktie ca. 20%. Dies ist im Vergleich zum Soll-Wert deutlich höher. Durch meine weitere Sparraten und Wertsteigerungen in den anderen Rubriken, verringert sich der Wert allerdings monatlich immer mehr. Mein Zielwert von 10% werde ich somit bald erreichen.

Mein Ziel ist es, dass jeder Unterpunkt im Bereich Aktien / Fonds ungefähr gleich gewichtet ist. Daher die Aufteilung von 10% je Position. Bei den einzelnen Unterpunkten versuche ich immer verschiedenste Themen abzudecken. Bei Immobilien zum Beispiel derzeit nur groß aufgestellte Unternehmen deren Aktien ich kaufe. Beim Punkt Regionen werden alle Fonds gewertet die in unterschiedlichste Länder, Regionen und Kontinente investieren. Wie zum Beispiel Kanada, Japan, Skandinavien, Europa, Osteuropa, Asien (ohne Japan), Global usw. Die Rubrik Branchen beinhaltet Themen wie Biotechnologie, Pharma, Infrastruktur, Finanzen, Zukunftsmärkte und weitere interessante Gebiete. Fonds die sich auf Dividendenzahlungen spezialisiert haben oder die mit automatisierten Systemen investieren landen in der letzten Rubrik.

Im letzten Artikel dieser Artikelserie geht es beim nächsten Mal um die Rubrik Anleihen.

Euer

Alexander Fischer

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Erläuterungen zu meiner Vermögenstabelle

Artikel 2 von 6 der Artikelserie: Wie sieht meine private Vermögenstabelle aus?

Im ersten Artikel dieser Artikelserie habe ich euch bereits meine persönliche Vermögenstabelle gezeigt, so wie Sie derzeit aussieht. Da ich immer wieder Emails von einigen Bloglesern bezüglich meiner eigenen Vermögensverteilung erhalte, möchte ich nun auf die einzelnen Punkte meiner Tabelle näher eingehen.


Der erste Punkt ist in meiner Tabelle ist mit der Wichtigste. Das Bargelddepot. Bei mir besteht es aus einem, regelmäßig wechselnden Tagesgeldkonto und Bausparverträgen. Sämtliches überschüssiges Geld, welches mein monatliches Budget hergibt, überweise ich auf mein Tagesgeldkonto. Die Bausparverträge habe ich nur um damit die vermögenswirksamen Leistungen meines Arbeitgebers einzusammeln. Da die Verträge bereits zuteilungsreif und somit täglich ohne Verlust auszahlbar sind, zähle ich sie zum Punkt Bargeld dazu. Nicht zuteilungsreife Verträge solltet ihr in einer anderen Rubrik unterordnen. Zum Beispiel bei Anleihen, da die Finanzprodukte in dieser Rubrik auch an gewisse Laufzeiten gekoppelt sind und eine vergleichbare Sicherheit bieten – wenn man das bei Anleihen momentan überhaupt sagen darf. Als Sollwert habe ich meinem Bargelddepot derzeit einen Wert von 5% zugeordnet. Das liegt einfach daran, dass sich im Moment sehr viele interessante Möglichkeiten für Investments bieten. Gerade aufgrund der aktuellen Marktsituation und der Unsicherheit an den Finanzmärkten mit Blick auf Inflation und Deflation, möchte ich mein Geld lieber ertragreich und sicherer anlegen und nicht auf einem Tagesgeldkonto versauern lassen. Sollte sich mal eine Phase ergeben, in der es schwierig wird zu investieren, dann werde ich den Wert der Bargeld-Rubrik anheben und die nötigen Ressourcen aus den anderen Anlagegruppen abziehen. Im Prinzip genauso, wie ich es im Februar beim RmP-Musterdepot mit der Anleihe-Rubrik gemacht habe.

Die zweite Rubrik ist momentan in aller Munde. An Rohstoffen, allen voran Edelmetallen, kommt niemand mehr vorbei. Rohstoffe sind schon immer ein wichtiger Bestandteil der Vermögensanlage gewesen. Sie schützen vor Inflation und bieten ausreichenden Schutz bei Unsicherheiten an den Finanzmärkten. Insgesamt investiere ich derzeit 20% in den Bereich Rohstoffe. Davon 7% bzw. 3% in physisches Gold und Silber. Warum der Unterschied? Lest dazu bitte meinen Artikel Gold und Silber gehören in jedes Depot. Den Großteil (10%) meiner Rohstoff-Position investiere ich allerdings in unterschiedliche Fonds mit folgenden Anlageschwerpunkten:
- Agrar-Rohstoffe ohne Edelmetalle
- Fonds mit physischer Edelmetall-Hinterlegung (nicht nur Gold und Silber)
- Goldminenfonds
- Fonds die in die Themen Wasser, Solar, Wind und andere regenerative Energien investieren

Neben den Investitionsmöglichkeiten in Fonds oder ETFs (Indexfonds) halte ich noch einen kleinen Aktienteil an einem Minenunternehmens aus Nordamerika. Das Unternehmen arbeitet an über 80 Projekten und generiert seinen Cashflow in erster Linie durch Veroptionierung seiner Gebiete. Im Prinzip ist allein schon dieses Unternehmen wie ein kleiner Goldminenfonds aufgestellt. Es wird der Tag kommen, an dem das Potential dieses Unternehmens auch an der Börse honoriert wird. Ich rechne daher mit einer deutlichen Vervielfachung des Aktienkurses. Der Wert dieser Einzelposition ist allerdings, im Vergleich zu meinem gesamten Anlagevermögen, sehr gering und somit nicht mit großem Risiko behaftet.

Sollte sich der derzeitige Rohstoffzyklus dem Ende neigen, werde ich meine Positionen in der Unterrubrik Fonds und Aktien nach und nach verkaufen. Am schnellsten und einfachsten geht dies, in dem ich meine börsennotierten Wertpapiere mit Stopkursen absichere. Das physische Gold und Silber würde ich nur wenn nötig, in kleinen Stücken bei Ebay veräußern. Warum bei Ebay? Lest selbst. Bis nächste Woche.

Euer

Alexander Fischer

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