Artikel 3 von 6 der Artikelserie: Sparen ist nicht gleich Sparen

Heute nun die Artikelfortsetzung vom letzten Donnerstag. Was in der Überschrift so einfach und logisch klingt ist der Clou des Ganzen. Sparen bedeutet eigentlich genau das. So steht es auch bei Wikipedia. Sparen ist der momentane Verzicht auf Konsum, um Rücklagen zu bilden. In dieser Erläuterung stecken genaugenommen zwei Aufgaben drin. Zum einen den Konsum einschränken sowie das bilden von Rücklagen. Also erst sparen durch weniger ausgeben und dann sofort sparen um Rücklagen zu bilden – ergo Geld anzulegen. Und genau das, machen die wenigsten die ich kenne.

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Jeder muss für sich herausfinden, was für ihn verzichtbarer Konsum ist. Für mich sind das neben dem Rauchen und alkoholischen Getränken Dinge, die ich zum normalen Leben nicht wirklich brauche. Auch der Konsum mit Hilfe von finanziellen Mitteln – Kauf auf Pump – ist verzichtbarer Konsum, wenn es sich nicht um einen Notsituation handelt.

Neben dem Verzicht auf Konsum steht in der Erläuterung von Wikipedia noch der kleine Zusatz: … um Rücklagen zu bilden. Ja was für ein phänomenaler Hinweis! Und jetzt wird’s interessant. Wer verzichtet denn wirklich auf Konsum und nutzt die Ersparnis um das Geld anzulegen?

Ich bin mir sicher dass viele folgendes unterschreiben würden:

  • Verzicht auf unnötigen Konsum (wie oben beschrieben) = 80% der Leser werden zustimmen und sagen das sie hier schon sehr gut unterwegs sind!
  • Rücklagen bilden = Auch hier werden 80% der Leser sagen, dass sie schon fleißig Rücklagen bilden und eigentlich kaum mehr rausholen können.

Wer aber kann den ganzen Satz unterschreiben? Das werden deutlich weniger sein.

Was ist darunter zu verstehen? Genau genommen bedeutet es, die erzielte Ersparnis durch Konsumverzicht (Geld was ich für Konsum eigentlich ausgeben wollte) direkt für die Bildung von Rücklagen zu verwenden! So versteh ich das. Das ist meine ganz persönliche und subjektive Betrachtung des Ganzen. Ich glaube wenn ich auf die anfangs genannten Beispiele in der Artikelserie eingehe, versteht man es besser.

Zum Beispiel der Satz mit dem Kauf des Fernsehers. Geplant war zum Beispiel der Kauf eines Fernseher für maximal 1.000,- Euro. So viel gibt die Haushaltskasse her. Durch die Erkenntnis sich beim Konsum einzuschränken, entscheidet man sich bewusst für ein kleineres Modell und gleichzeitig konnte beim Händler noch ein super Angebot mitgenommen werden. Endpreis für den neuen Fernseher sind 600,- Euro.

Die Familie ist zufrieden (neuer Fernseher hängt an der Wand), das Gewissen wurde beruhigt da das Haushaltsbudget nicht ausgereizt wurde (600,- Euro statt 1000,- Euro).

Alle sind glücklich und es stellt sich dieses gewisse Gefühl ein, was man immer bekommt wenn man einfach einen super Deal gemacht hat. Ich selbst kenne das nur zu gut und nenne das dann immer finanzielle Glücklichkeit.

Weiter geht es mit dem Beispiel. Der Fernseher wird aufgebaut, die Familie setzt sich davor und fertig ist die Geschichte. Gelegentlich wird bereits überlegt wie man die 400 Euro auch noch ausgeben könnte, denn schliesslich steht das Budget ja zur Verfügung. Sollte man vielleicht noch eine Surround-Anlage und einen Blu-Ray-Player kaufen?

Laut der Definition des Sparens (Sparen ist der momentane Verzicht auf Konsum, um Rücklagen zu bilden.) ist die Geschichte hier noch nicht zu Ende. Das Ende könnt ihr im letzten Artikel dieser Artikelserie lesen. Also bitte noch ein paar Tage Geduld.