Artikel 6 von 6 der Artikelserie: Sparen ist nicht gleich Sparen

© Joshua Resnick - Fotolia.comHeute nun schreibe ich euch die Fortsetzung von Teil 1 dieses Artikels. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, wie viel Vermögen man ansparen müsste, um sich diverse Laster des Lebens, die pragmatisch betrachtet vollkommen unnötig sind, leisten zu können. Warum sollte man sich diese Gedanken auch machen? Wer es nicht verstanden hat, wie sinnvoll es sein kann zu sparen, der kommt gar nicht auf die Idee seine Kosten für unnötige Dinge ins Verhältnis zu setzen.

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Zum Beispiel die Raucher. Jeden Tag eine Schachtel Zigaretten (ja ich weiß, so viel ist es ja immer nicht), kostet ungefähr 5 Euro am Tag. Im Grunde sind 5 Euro nicht viel Geld in der westlichen Welt. In armen Ländern bekommt ein Mensch dafür ausreichend Essen für den ganzen Tag. Aber das soll hier jetzt nicht Thema sein, denn dieses Argument hat ja bekanntlich auch noch nie wirklich gezogen um Rauchern das Rauchen abzugewöhnen.

Selbst der Dividenden-Alarm kostet runtergebrochen nur 5 Euro in 14 Tagen! Also gerade mal 36 Cent pro Tag. Und damit bekommt ihr sogar die Möglichkeit eure passiven Dividenden-Einkünfte stetig zu optimieren und zu vergrößern. Eine Überlegung ist es wert.

Je kleiner sich die auszugebenden Summen darstellen, desto eher bekommt man das Gefühl, dass es sich nicht lohnt hier etwas einzusparen. Wenn man allerdings von monatlichen 150,- Euro spricht, dann hat das schon etwas Gewicht. Vor allem wenn man dann noch das Einkommen gegenüberstellt. Noch besser wird es, wenn man statt 150,- Euro von 60.000,- Euro spricht!

Wer also eine Schachtel Zigaretten am Tag raucht, verqualmt ein Kapital von 60.000,- Euro.

Auf diese hohe Summe kommt man, wenn unterstellt wird, dass die monatlichen 150,- Euro für das Rauchen allein aus den Kapitalerträgen beglichen werden sollen. Bei einem Nettoertrag von 3% ist also ein Vermögen von 60.000,- Euro nötig. Das ist schon eine stattliche Summe die man erst einmal ansparen muss um dann die Erträge sinnlos zu verqualmen.

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Wenn man nun sofort aufhört mit dem Rauchen und die 150 Euro zu den 3% (Nettorendite) anlegt, dann bräuchte es ganze 23 Jahre um die 60.000,- Euro anzusparen. Das ist eine ewig lange Zeit und zeigt, welche finanzielle Katastrophe man sich mit dem Rauchen im Grunde eigentlich antut.

Nun könnte man natürlich noch argumentieren, dass man mit 150,- Euro keine Aktien kaufen kann. Zur Not fängt man mit Sparplänen an. Die Consorsbank bietet diese mittlerweile für ETFs, Fonds und sogar auch für Aktien.

Es gibt genügend Menschen die nie in ihrem Leben eine solche Summe auf dem Konto haben werden. Warum auch immer. Gleichzeitig sind sie aber in der Lage die finanziellen Erträge aus dieser Summe täglich zu verrauchen.

Ähnliches kann man beim Lotto spielen beobachten. Wer spielt denn alles für 10 Euro pro Woche seinen Glücksschein? Dieser kleine wöchentliche Betrag von 10 Euro summiert sich am Ende auf ein notwendiges Kapital von 16.000 Euro. Einen netten Kleinwagen bekommt man dafür. Das ist zuviel um es anzusparen? Ok, dann spiel ich halt lieber Lotto. Zumindest gibts hier die geringe Chance auf viel mehr Geld und man beeinträchtigt nicht seine Gesundheit.

Wer aber schon seit 23 Jahren Lotto spielt und immer noch nicht den Jackpot geknackt hat, der hätte heute schon 16.000 Euro auf dem Konto und könnte nun damit beginnen die monatlichen Erträge ins Lotto Geschäft zu tragen. Wer allerdings 23 Jahre lang den beschriebenen Weg gegangen ist, der wird heute nie auf die Idee kommen wieder andersherum zu handeln und die Erträge in die Lottobude schleppen.

Wie viel Kapital ist nötig um sich das Laster von den Erträgen leisten zu können.Ein weiteres Beispiel spare ich mir an dieser Stelle. Den zuletzt mehrfach angesprochene Alkoholkonsum könnte man genauso hochrechnen. Jeder kennt seine Laster am besten. Daher hilft euch vielleicht die einfache Übersicht. Sie zeigt euch wie viel Vermögen benötigt wird, um das Laster monatlich kostenneutral zu finanzieren.

Wer glaubt, dass er gewisse Vermögenssummen nicht durch simples sparen erreichen kann, der darf im Grunde auch nicht hergehen und heute diese Gelder Monat für Monat ausgeben. Wer es doch tut, lügt sich selbst in die Tasche.

Daher empfehle ich jedem, seine monatlichen Ausgaben zu durchleuchten und ins Verhältnis zu setzen mit dem großen finanziellen Kraftakt den es eigentlich benötigt um die Kosten durch Erträge darstellen zu können. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen sich von seinen Lastern zu lösen.