Dividendenstrategie: Das lukrative Zusammenspiel von Phasen und SignalenEinmal mehr möchte ich in diesem Artikel meine ganz eigene Dividendenstrategie beleuchten. Im speziellen geht es um das Zusammenspiel von Phasen des Dividenden-Alarm Indikators und den Signalen einzelner Aktien. Ich werfe einen Blick auf die letzten beiden Indikatorphasen (Kaufphase + Verkaufsphase) und überprüfe wie sich mögliche Transaktionen entwickelt haben.

Ziel dieses Rückblicks ist es, zu erkennen und zu verstehen, dass es absolute Priorität haben sollte, erst dann Aktien zu kaufen, wenn eine Kaufphase sowie ein Kaufsignal zusammenkommen. Ebenso hat auch die Konstellation einer Verkaufsphase / Verkaufssignal, ihre Daseinsberechtigung und liefert ebenso sehr gute Ergebnisse.

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Wenn wir zu folgender Erkenntnis kommen, haben wir alles richtig gemacht:
„Durch die Berücksichtigung von gleichen Phasen und Signalen, war es rückblickend richtig, …
… sich damals von der Aktie zu trennen, da die Entwicklung bis heute nicht von Erfolg gekrönt war.
… sich damals die Aktie ins Depot zu legen, da dies nahe am Tiefpunkt erfolgte.“

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Ansatz der Dividenden-Alarm Strategie

Die Dividenden-Alarm Strategie verfolgt im Grunde einen sehr einfachen Ansatz und sie ist damit im Bereich der Buy & Hold Strategie angesiedelt. Die Konzentration liegt auf wirklich langfristigen Investments. Dabei versucht man Aktien mit einer absoluten Unterbewertung erst dann einzusammeln, wenn auch der Markt an sich auf diesem Niveau liegt.

Viele Jahre später kann man sich auch von einzelnen Aktien trennen, sobald sie sich in einer absolut seltenen Überbewertungssituation befinden. Auch hier liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel mit dem Markt. Ist der Markt sowie eine Aktie überbewertet, dann sollte man auch die Ernte einfahren.

So kann man die Vorgehensweise des Dividenden-Alarms auch als Buy & Hold & Sell Strategie einordnen.

Den Gesamtverlauf einer Depotposition kann man in etwa so definieren:
Eine historisch unterbewertete Aktie wird mit einem sehr guten Chance-Risiko-Verhältnis ins Depot aufgenommen, während gleichzeitig auch der Markt auf einem ähnlichen Niveau liegt. Die Aktie wird im Normalfall nun viele Jahre im Depot verbleiben und man kann in Ruhe die Dividendenerträge einsammeln. Rein statistisch gesehen, bietet sich immer wieder mal eine interessante Nachkauf-Option, wenn der Markt und auch die Aktie erneut kaufenswert sind.

Nach einigen Jahren kann auch wieder die Situation einer Überbewertung eintreten. Hier speziell auch wieder beim Markt und bei der Aktie. Nun kann man die Chance nutzen und seine Gewinne realisieren, die nicht selten aufgrund des tiefen Einstiegs und der langen Haltedauer im hohen dreistelligen Renditebereich liegen.

Am Beispiel des Dividenden-Aristokraten WW Grainger habe ich dies in einem Szenario aufgezeigt.

Zwei Säulen meiner Dividendenstrategie

Dividenden-Alarm IndikatorDie zwei Säulen der Dividenden-Alarm Strategie bestehen aus dem Dividenden-Alarm Indikator sowie den Dividenden-Alarm Signalen.

Wobei der Dividenden-Alarm Indikator das Herzstück ist, da er den Gesamtmarkt überwacht. Erkennt er überbewertete (Verkaufsphase) sowie unterbewertete Marktphasen (Kaufphase), dann wird das eigentliche Transaktionsfenster für uns Investoren eröffnet.

An diesem Punkt kommen dann die Dividenden-Alarm Signale ins Spiel. Für jede einzelne Aktie werden hier eigene Signalschwellen berechnet und erst das Zusammenspiel der Phasen und Signale ergeben in Summe die effektivsten Transaktionspunkte bei langfristig ausgerichteten Depots.

Das Ziel der Dividenden-Alarm Strategie ist es, nur dann am Markt aktiv zu werden, wenn zwei gleichfarbige Ampelsignale (Phase & Signal für Markt & Aktie) zusammenkommen.

zwei gleichfarbige Ampelsignale

Sollten beide Optionen zeitgleich aktiv sein, ist es Zeit sich entsprechend zu positionieren und sein Geld zu investieren oder aber auch um seine Gewinne zu realisieren.

Während der neutralen Phase ist es deutlich ruhiger im Depot. Hier muss man nicht viel tun, kann sich auf den Cash-Aufbau konzentrieren und die Rebalancing Optionen im Auge behalten.

Zurückhalten sollte man sich, wenn zwei verschiedene Ampelsignale auftreten.

zwei verschiedene Ampelsignale

Würde man so verfahren, dann kauft man Aktien nahe des Top und verkauft seine Aktien an einem Markttiefpunkt. Das macht wirklich keinen Sinn.

Abschließend zu dieser Thematik möchte ich dir gern noch meinen Blogartikel Dividenden-Alarm Praxis – 9 mögliche Szenarien des Dividenden-Alarm Indikators empfehlen. In diesem Artikel zeige ich dir die 9 Kombinationen von Phasen und Signalen die es gibt und wie du in der jeweiligen Situation am besten handeln solltest.

Die beiden wichtigsten Szenarien sind wie oben bereits aufgezeigt die Kaufphase & Kaufsignal und die Verkaufsphase & Verkaufssignal. Die anderen 7 Szenarien kommen zeitlich gesehen viel häufiger vor, daher ist es wichtig zu wissen, wie man hier vorgehen sollte.

Dividenden-Alarm Praxis – 9 mögliche Szenarien des Dividenden-Alarm Indikators

Die letzten beiden Indikator Phasen

Bevor wir uns einzelne Beispiele näher anschauen, möchte ich euch noch zeigen über welche Zeiträume wir hier eigentlich sprechen. Im folgenden Chartbild siehst du hierzu den DAX zwischen Mitte 2014 und Ende 2017.

Eingezeichnet habe ich die letzten beiden Indikatorphasen. Die Verkaufsphase ist rot eingezeichnet und sie war knapp 2 Monate Anfang 2015 aktiv und die grün eingezeichnete Kaufphase dauerte Anfang 2016 auch gut 2 Monate.

Die letzten beiden Indikatorphasen

Allein die Betrachtung des DAX mit seinen 30 Werten, könnte dazu verleiten, dass man meint mit einem typischen Buy & Hold alles richtig gemacht hat. Schließlich steht der DAX höher als noch während der letzten Verkaufsphase. Ja, so kann man das natürlich auch sehen, aber unterm Strich hat man sehr viel der möglichen Performance verschenkt.

Nimmt man als Basis das Hoch aus 2015 und vergleicht es mit dem letzten Hoch 2017, dann konnte man unterm Strich gut 9% Zuwachs erzielen. Für eine Dauer von fast 3 Jahren ist dies in meinen Augen eine absolute Underperformance.

Vom Hoch 2015 aus gesehen, als der Dividenden-Alarm Indikator eine Verkaufsphase erkannt hat, ging es in der Spitze innerhalb eines Jahres um 29% nach unten. Diesen starken Verlust hätte man sich zum großen Teil ersparen können, wenn man selektiv die teuren Aktien mit Verkaufssignal, veräußert hatte.

Praktischerweise landete der DAX derart tief, dass der Dividenden-Alarm Indikator direkt eine Kaufphase aktiviert hat. Keine 12 Monate nach der Verkaufsphase konnte man sein Cash bereits wieder investieren. Von diesem Tiefpunkt aus und bis zum letzten Hoch in 2017, konnte man in Summe gut 55% an Wertzuwachs erzielen.

Dazu muss man auch anerkennen, dass die Auslösung der Signale nicht erst in der Nachbetrachtung erfolgte. Nein, direkt live während des gut achtwöchigen Zeitraums konnte man tagtäglich die Entwicklung des Indikators verfolgen und seine Entscheidungen treffen.

Durch diesen Automatismus konnten wir uns einen Kursverlust von -29% ersparen und bekamen eine Einstiegsoption die uns 55% Wertzuwachs brachte. Im Vergleich zu den 9% Gesamtperformance bei typischer Buy & Hold Vorgehensweise, entspricht dies einer Vervielfachung des Ergebnisses.

Die Beachtung der Indikatorphasen funktioniert beim DAX schon mal sehr gut. Wer also lieber mit ETFs und Indizes arbeitet, der kann den Dividenden-Alarm Indikator auch sehr gut in dieser Form anwenden.

Für Dividenden Investoren sind Einzelaktien mit Dividendenausschüttung aber interessanter, daher schauen wir uns hier auch ein paar Beispiele an.

Verkaufsphase

Beginnen möchte ich mit der letzten Verkaufsphase, die wie oben im Chart ersichtlich ist, Anfang 2015 stattfand. Getreu der Dividenden-Alarm Strategie, kommen für dieses Szenario nun alle Aktien in Frage, die in diesem gut achtwöchigen Zeitraum auch ein Verkaufssignal generiert haben.

Logo BayerVerkaufsphase bei der Bayer AktieDie erste Aktie die ich gefunden habe ist die Bayer Aktie. Während der Verkaufsphase generierte sie für einige Zeit auch ihr eigenes Verkaufssignal bei Aktienkursen über 136 Euro. Erkennbar am roten Dreieck im Chart, der die gesamte Verkaufsphase umrahmt.

Nun bedeutet eine Signal-Aktivierung nicht automatisch eine direkte Handlungsempfehlung. Wie ich aber grundsätzlich in einer solchen Situation vorgehe, habe ich am Beispiel der Altria Aktie in einem älteren Artikel näher erläutert. Wenn du wissen möchtest, wie ich meinen Verkaufskurs ermitttle, dann lies dir bitte den Artikel Wann ich meine Altria Aktie verkaufen würde durch.

Was du im Chart auch gut sehen kannst ist, dass die Bayer Aktie Anfang 2016 KEIN Kaufsignal generierte. Das ist natürlich schade, vor allem da das Kaufsignal nur um wenige Euro verfehlt wurde. Aber das ist auch nicht weiter tragisch. Im ersten Step geht es ja darum, mögliche Kursverluste bei teuren Aktien einzudämmen. Diese belaufen sich bei der Bayer Aktie vom Top aus gesehen (Kurs 146 Euro) bis hin zum Tief im Mai 2016 auf -42%!

Selbst, wenn du direkt bei Aktivierung der Verkaufsphase deine Bayer Aktien verkauft hättest, also zum Kurs von 136 Euro, dann hast du dein eingesetztes Kapital vor einem -38% Kursverlust gerettet. In der Gesamtbetrachtung vom Hoch 2015 bis Ende 2017 hat man mit der Bayer Aktie leider nichts gewonnen. Selbst inklusive Dividenden, liegt man immer noch weit hinter den 146 Euro zurück.

Aus meiner ganz persönlichen Sicht, hat sich ein automatisierter Verkauf mit Hilfe des Indikators und des Verkaufssignals mehr als gelohnt. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob man seine Aktien zu 136 Euro oder zu 146 Euro verkauft hätte.

Logo EonVerkaufsphase bei der Eon AktieEin weiteres Beispiel ist Eon. Auch diese Aktie generierte während der Verkaufsphase ein Verkaufssignal bei Aktienkursen über 13,36 Euro. Ohne Blick in die Zukunft und was dort alles mit Eon passierte, hätte man Anfang 2015 ganz objektiv eine ganz persönliche Entscheidung treffen können.

Ein teurer Markt bringt eine teure Eon hervor. Niemand weiß was die Zukunft bringt und wie hättest du dich entschieden? Das Ende vom Lied kennen wir alle. Eine mehr als halbierte Dividende und Aktienkurse von 6 Euro sprechen da eine deutliche Sprache. Ich wäre froh gewesen, wenn ich damals Eon-Aktionär gewesen wäre und sich mir diese Dividenden-Alarm Option geboten hätte.

Linde LogoVerkaufsphase bei der Linde AktieEin letztes Beispiel möchte ich dir noch zeigen. Es handelt sich um die Linde-Aktie. Mal ohne die ausgeschütteten Dividenden betrachtet, steht die Aktie praktisch genau dort, wo sie während der Verkaufsphase 2015 stand. Es ist also nicht viel passiert könnte man meinen. Aber schau dir den Chart bitte genau an.

Eingezeichnet habe ich dir die Verkaufsphase, in der du die Aktie mit Kursen zwischen 182 Euro und 194 Euro hättest verkaufen können. Dabei bestand das Verkaufssignal sogar schon etwas früher. Erst die Verkaufsphase schränkte die Range für einen Verkauf weiter stark ein.

Wie erwähnt lag der Höchstkurs während der Verkaufsphase bei 194 Euro. In den kommenden Monaten fiel die Linde Aktie bis zur Marke von 116 Euro, was ca. -40% Verlust ausmacht. Und wie du unschwer im Chart erkennen kannst, generierte die Linde Aktie während der letzten Kaufphase auch wieder ein Kaufsignal. Was es so bei Bayer und auch Eon nicht gab. Wenn du also von Linde überzeugt bist, dann hättest du sie dir nach gut einem Jahr direkt wieder ins Depot legen können.

Neben der Ersparnis des Kursverlustes, ging es für deine neuen Linde Aktien bis Ende 2017 um sagenhafte 65% (zuzüglich Dividenden) wieder rasant nach oben!

Ein simples halten der Aktien, weil alle es sagen, weil man sich der Buy & Hold Strategie verschrieben habt oder weil man es einfach so macht, hätte dir unterm Strich keine Rendite gebracht – in 3 Jahren wohlgemerkt!

Nicht alle Aktien die damals ein Verkaufssignal generierten, stehen heute schlechter da. Aber von der Gesamtentwicklung her, immerhin sind fast 3 Jahre vergangen, ist bei den meisten die Gesamtperformance nur sehr mau.

Logo Axel SpringerLogo HenkelBeispielsweise kann ich hier auch eine Henkel nennen, die von Anfang 2015 bis zum Hoch im letzten Jahr nur 11,5% + Dividenden erzielt hat. Auch eine Axel Springer steht Ende 2017 nur gut 9% höher (+ Dividende) als während der letzten Verkaufsphase. Für einen Zeitraum von 3 Jahren ist das gar nichts, wenn sich allein der DAX seit der letzten Kaufphase um ganze 55% (in zwei Jahren) verbesserte oder du sogar mit Linde Aktien 65% seit der letzten Kaufphase hättest erzielen können.

Es geht bei all diesen Szenarien nicht darum, mittels Glaskugel zu wissen wie die zukünftige Entwicklung aussehen könnte. ABER, man hat zumindest die Option erhalten (Verkaufsphase + Verkaufssignal), eine systematische Entscheidung zu treffen.

Beim Zusammenspiel von Verkaufsphase und Verkaufssignal kommt es also in erster Linie darauf an, in den kommenden Jahren nicht nur Verluste zu vermeiden, sondern auch keine mageren Ergebnisse zu erzielen. Und die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, eine Verkaufsentscheidung später nicht zu bereuen.

Kaufphase

Betrachten wir nun die letzte Kaufphase, wenn ich auch mit Linde schon ein perfektes Beispiel vorweggenommen habe. Anhand des eingangs platzierten DAX Charts, konntest du sehen, dass die letzte Kaufphase Anfang 2016 stattfand und auch hier gut 8 Wochen Zeit blieb, um seine Investitionen zu platzieren.

In Frage kommen hier analog zur Verkaufsphase, alle Aktien die während einer Kaufphase auch ein Kaufsignal generieren. Während der Kaufphase schwankte die Anzahl der Kaufsignale und man konnte sich aus 81 bis 99 Aktien seine Favoriten heraussuchen. Wie bei den Beispielen der Verkaufsphase, orientiere ich mich für diesen Artikel auch wieder an den deutschen Aktien, die der Dividenden-Alarm überwacht.

Logo BASFKaufphase bei BASFEine meiner Lieblingsaktien passt genau in unser beliebtes Szenario. Auch wenn die BASF Aktie ein Jahr zuvor kein Verkaufssignal generieren konnte, so hat sich die Kaufphase mehr als gelohnt.

Im Chart habe ich dir das mögliche Transaktionsfenster (Kaufphase + Kaufsignal) eingezeichnet. BASF Aktien konntest du dir praktisch zu Kursen von mindestens 63 Euro ins Depot legen. Mit etwas Glück, Fingerspitzengefühl oder auch mit Hilfe eines Trailing Stop, wären Kurse bis zu 57 Euro möglich gewesen.

In Summe konntest du bis zum letzten Hoch 2017 und je nach Einstiegskurs, eine Performance zwischen 54% und 70% erzielen. Und nicht vergessen, zu diesem Ergebnis kommen die BASF Dividenden (2x) noch als Sahnehäubchen oben drauf!

Auch an dieser Stelle nochmals kurz meine persönliche Meinung. Für mich hat sich der automatisierte und systematische Einstieg in die Aktie mit Hilfe des Dividenden-Alarm Indikators und des Kaufsignals mehr als gelohnt. Und dabei spielt es für mich überhaupt keine Rolle, ob man seine Aktien zu 63 Euro oder zu 57 Euro gekauft hätte. Die Gesamtperformance (Kurszuwachs + Dividende) ist in den fast zwei Jahren mehr als ausreichend.

Logo SiemensKaufphase bei SiemensDas nächste Beispiel sieht in der Gesamtbetrachtung sogar noch deutlich besser aus. Es handelt sich um Siemens. Schau dir bitte den Chart genau an. Das Erste was du siehst, ist das fehlende Verkaufssignal Anfang 2015. Falls sich Siemens bereits im Depot befand, so hielten sich die Kursverluste in Grenzen. Aber dann, Anfang 2016 gab es die langersehnte Chance. Innerhalb einer Kursrange von 6 Euro (85 Euro bis 79 Euro) hättest du dir neue Siemens Aktien ins Depot legen können.

Bis zum Hoch im letzten Jahr brachte dies in der Spitze eine Performance von ca. 70% zuzüglich der Dividendenzahlungen! Das ist ein absolut enorm gutes Ergebnis. Erst Recht, wenn man nicht manuell nach Aktien sucht, sondern es eben systematisch tut! Dazu solltest du aber auch etwas Geduld und Selbstbewusstsein mitbringen, um gerade in den neuralgischen Marktphasen deutlich aktiver am Markt aktiv zu werden.

Im Gegensatz zur BASF Aktie, die leider aufgrund des fehlenden Verkaufssignals ein Jahr zuvor, ein deutlich höheres Gesamtpotential gehabt hätte, hat die Siemens Aktie alles was möglich war herausgeholt. Nur geringe Verluste nach der Verkaufsphase und seit dem Einstieg in der Kaufphase hat sie eine absolut sehenswerte Performance hingelegt.

Logo TAG ImmobilienKaufphase bei TAG ImmobilienAuch bei der Kaufphase möchte ich drei Beispiele nennen und habe hierzu das Kaufsignal von TAG Immobilien rausgesucht. Ähnlich wie bei Siemens spielte die Verkaufsphase ein Jahr zuvor keine große Rolle und innerhalb des Zeitfensters des Kaufsignals konnte man die Aktie für bis zu 10 Euro kaufen. Bis Ende 2017 bedeutete dies eine Performance von ca. 55% zuzüglich der ausgezahlten und durchaus auch sehr hohen Dividende.

Logo BaywaLogo BMWNicht alle Aktien die damals ein Kaufsignal generierten, haben sich derart stark entwickelt. Es sind aber auch erst zwei Jahre vergangen und nach wirklich negativen Ergebnissen muss man schon sehr genau suchen. So konnte man selbst mit einer langweiligen Baywa 31% + Dividende oder auch mit einer vom Autosektor stark gebeutelten BMW (vz.) 35% + Dividende erzielen.

Auch bei den Kaufszenarien geht es nicht darum in die Zukunft schauen zu können. ABER, auch hier hat man zumindest die Option erhalten (Kaufphase + Kaufsignal), eine systematische Entscheidung zu treffen.

Beim Zusammenspiel von Kaufphase und Kaufsignal kommt es in erster Linie darauf an, den Einstieg an einem der tiefsten Punkte der kommenden Jahre vorgenommen zu haben. Die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft mit diesen Investments überdurchschnittlich hohe Gesamtrenditen zu erzielen, ist dank des sehr guten Chance-Risiko-Verhältnisses sehr hoch.

Als Letztes möchte ich dich noch auf meinen Blogartikel Lohnen sich noch Investments in Öl Aktien? hinweisen, den ich Ende des letzten Jahres veröffentlicht habe. Im Grunde habe ich hier meine Öl Aktien unter die Lupe genommen und gezeigt, dass die gleiche Vorgehensweise bei Royal Dutch Shell, BP und Total genauso funktioniert hat.

Mit meinem Artikel möchte ich einfach nur zeigen, welche Ergebnisse man erzielen kann, wenn man fernab der Social- und Mainstream-Medien einfach seine Strategie durchzieht. Der Fokus liegt hier weniger auf nackten Kennzahlen, denn die helfen leider oft nicht, wirklich gute Einstiegspunkte zu finden. Es gibt immer noch zahlreiche Anleger, die aufgrund zu hoher Payouts und zusammengefallener Gewinne, bei Öl-Aktien bis heute keinen Fuß in die Tür bekommen haben. Dabei sitzen wir mit unserer Strategie bereits auf hohen zweistelligen Kursgewinnen inkl. einer sehr hohen persönlichen Dividendenrendite.

BP Chart inkl. KaufphaseRoyal Dutch Shell Chart inkl. Kaufphase

Fazit

In vielen Artikeln habe ich es in der Vergangenheit immer wieder geschrieben. Es braucht mitunter einiges an Geduld sich auf die jeweiligen Phasen vorzubereiten. Dazu bedarf es auch einer konsequenten Umsetzung, sobald die jeweilige Situation allgegenwärtig ist.

Die Orientierung an den Phasen in Verbindung mit Signalen kann Kursverluste verhindern und es bieten sich fast immer außerordentliche Chancen für langfristig ausgerichtete Investments.

Die Anwendung der Dividenden-Alarm Strategie ist einfach und simpel. Sie ist aber kein Selbstläufer und braucht aktives Zutun seines Anwenders. Informiere dich jetzt über die Details der Dividenden-Alarm Strategie.

Wie gehst du vor bei der Ermittlung der richtigen Einstiege und Ausstiege?
Hättest du bei den genannten Aktien damals auch die richtigen Zeitpunkte erkannt?